Lachs soll in der Südpfalz wieder heimisch werden: 50.000 Lachsbrütlinge in der Wieslauter
- Rund 50.000 Lachsbrütlinge kommen in die Wieslauter, um die Rückkehr des Atlantischen Lachses zu unterstützen.
- Foto: @SGD Süd
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Südpfalz. Rund 50.000 Lachsbrütlinge haben der Landesfischereiverband Pfalz, BASF und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd am Donnerstag in die Wieslauter eingesetzt. Die Partner wollen damit erreichen, dass der Atlantische Lachs langfristig wieder dauerhaft in dem Fluss heimisch wird und sich dort natürlich fortpflanzt.
Die Wieslauter bietet nach Angaben der SGD Süd gute Voraussetzungen für den Wanderfisch. Sie fließt auf rund 67 Kilometern durch den Pfälzerwald und das deutsch-französische Grenzgebiet. Untersuchungen wiesen dort bis zu 30 Fischarten nach, darunter Groppe, Bachneunauge und Lachs.
Fischpässe schaffen Wege zu den Laichplätzen
Damit Lachse aus dem Meer zu ihren Laichplätzen im Oberlauf gelangen, brauchen sie freie Wanderwege. Fischpässe an der Berizzi-Mühle in Berg, an der Bienwaldmühle und am Wehr der Mühle Scheibenhard verbessern die Durchgängigkeit der Wieslauter.
Seit vielen Jahren setzen Landesfischereiverband und SGD Süd regelmäßig Jungfische in den Fluss ein. Dabei kamen in den vergangenen Jahren jährlich zwischen 30.000 und 50.000 Jungfische in die Wieslauter.
Untersuchungen fanden bereits Junglachse aus natürlicher Fortpflanzung sowie große Laichgruben an mehreren Stellen der Wieslauter, darunter bei Scheibenhardt, an der Salmbacher Passage und an der Remy-Brücke in Schweighofen. „Die Wiederansiedlung des Lachses ist ein wichtiger Baustein für die ökologische Entwicklung unserer Fließgewässer. Sie zeigt, wie langfristiger Artenschutz, die Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit und das gemeinsame Engagement verschiedener Partner zusammenwirken können“, betont Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der SGD Süd.
- Rund 50.000 Lachsbrütlinge kommen in die Wieslauter, um die Rückkehr des Atlantischen Lachses zu unterstützen.
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Der Atlantische Lachs braucht saubere, kühle und sauerstoffreiche Gewässer sowie Laichplätze mit lockerem Kies. Die Jungfische verbringen ein bis drei Jahre im Süßwasser, ziehen anschließend ins Meer und kehren nach weiteren ein bis drei Jahren zur Fortpflanzung in ihre Herkunftsgewässer zurück.
Info:
Die Wieslauter entspringt im südlichen Pfälzerwald auf der Waldgemarkung von Merzalben. Sie entsteht aus dem Zusammenfluss der Quellbäche Scheidbach und Wartenbach und fließt unter anderem durch Hinterweidenthal, Dahn und Bruchweiler-Bärenbach. Ab der deutsch-französischen Grenze heißt der Fluss Lauter. Er durchquert das nördliche Elsass mit Wissembourg (Weißenburg) und bildet anschließend über längere Strecken die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Bei Neuburg am Rhein mündet die Lauter schließlich in den Rhein. Der Fluss ist rund 74 Kilometer lang. Der Name Wieslauter dient vor allem der Unterscheidung von der ebenfalls in der Pfalz gelegenen Lauter, die bei Kaiserslautern entspringt und auch Waldlauter genannt wird.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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