Kreis Germersheim ersetzt alten Gefahrgut-Wagen durch neues Spezialmodul
- v.l.n.r.: Foto: Christian Betzel (BKI), Karl Dieter Wünstel (Kreisbeauftragter Malteser Hilfsdienst), Sascha Neff (Vorsitzender DLRG Wörth), Andreas Back (Präsident DLRG Rheinland-Pfalz), Martin Brandl (Landrat Kreis Germersheim), Mario Schmid (Stellvertretender BKI), Patrick Trauth (Ortsbeauftragter Malteser Hilfedienst Hatzenbühl), Heiner Butz (Vizepräsident DRK), Dr. Fritz Brechtel (Präsident DRK).
- Foto: KVGER/gb
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Germersheim. Bei Gefahrgut-Unfällen zählt oft jede Minute und dafür will der Landkreis Germersheim seine Ausrüstung auf den neuesten Stand bringen. Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung die Beschaffung eines neuen Abrollbehälters Gefahrgut für den Gefahrstoffzug der Region beschlossen.
Das System ersetzt einen alten Gerätewagen aus dem Jahr 1993, den der Landkreis nicht mehr für zeitgemäß hält. Landrat Martin Brandl sieht in der Anschaffung eine Investition in den Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte bei Lagen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Stoffen.
Wofür der neue Abrollbehälter gedacht ist
Der neue Abrollbehälter dient dem Transport von Spezialausrüstung und soll Material direkt an den Einsatzort bringen. Dazu gehören laut Kreisverwaltung Auffang-, Abdicht-, Mess- und Dekontaminationsmaterial.
Der Landkreis erfüllt damit auch eine gesetzliche Pflicht. Als untere Katastrophenschutzbehörde muss er eine leistungsfähige Einheit zur Abwehr von Gefahrgutrisiken vorhalten. Neben Einsätzen im Kreisgebiet soll das System auch zur überörtlichen Unterstützung benachbarter Regionen im Rahmen der Amtshilfe eingesetzt werden.
Die Gesamtkosten für die Beschaffung des einsatzbereiten Behälters inklusive Beladung beziffert der Landkreis auf rund 565.000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Maßnahme mit 120.000 Euro, wie die Kreisverwaltung mitteilt.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
|
| Heike Schwitalla auf Facebook | |