70 Jahre Luftwaffe: Öffentliches Gelöbnis in Germersheim mit Eurofighter-Überflug [Bildergalerie]
- Impressionen vom Bundeswehr-Gelöbnis im Germersheimer Wrede-Stadion
- Foto: Müller/frei
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Germersheim. Rund 300 Soldatinnen und Soldaten haben am 19. März 2026 im Wrede-Stadion in Germersheim ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. Die Veranstaltung des Luftwaffenausbildungsbataillons stand im Zeichen zweier Jubiläen: des 70-jährigen Bestehens der Luftwaffe sowie „750 Jahre Stadtrechte Germersheim“. An dem streitkräftegemeinsamen Gelöbnis nahmen neben dem Luftwaffenausbildungsbataillon auch das ABC-Abwehrregiment 750 „Baden“ aus Bruchsal und das Artillerielehrbataillon 345 aus Idar-Oberstein teil.
Überflug als zentraler Programmpunkt
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war ein militärischer Überflug. Bereits vor Beginn des Gelöbnisses überflogen zwei Eurofighter das Stadion. Zum Abschluss drehte ein Airbus A400M mehrere Runden über der angetretenen Formation.
Bereits am Vormittag hatte die Bundeswehr im Rahmen eines Angehörigenbesuchstags Einblicke in ihre Fähigkeiten und den Dienstalltag gegeben. Zu sehen waren unter anderem eine Panzerhaubitze 2000, ein MARS-II-Raketenwerfer sowie Hubschrauber des Typs H145. Ergänzt wurde das Programm durch eine Waffenschau, Vorführungen der Feldjäger, eine Karriereberatung sowie eine Station zum Leben im Felde mit Elementen der Überlebensausbildung. Ein ökumenischer Feldgottesdienst bildete den Auftakt des Tages.
Allerdings sorgte der Überflug auch für Extraarbeit bei der Polizei. Nicht wenige besorgte Bürger aus der ganzen Südpfalz hatten den Vorfall nämlich gemeldet.
Reden betonen Verantwortung und Zusammenhalt
Der Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons, Oberstleutnant Christian Zerau, begrüßte Gäste aus Politik, Wirtschaft sowie Angehörige der Rekrutinnen und Rekruten. In seiner Ansprache bezeichnete er das öffentliche Gelöbnis als Ausdruck der Verbundenheit zwischen Bundeswehr, Stadt und Bevölkerung. Zugleich betonte er die Verantwortung, die mit dem Dienst in den Streitkräften einhergeht, sowie die Bedeutung von Zusammenhalt innerhalb der Truppe.
Auch Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile hob in seiner Gelöbnisrede die Rolle der Bundeswehr hervor. Streitkräfte dienten dem Schutz, der Stabilität und der Friedenssicherung. Der Soldatenberuf erfordere Mut, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie die Fähigkeit, unter Druck Entscheidungen zu treffen.
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Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Heeresmusikkorps aus Koblenz. Auf dem Programm standen unter anderem der „Regimentsgruß“, der „Präsentiermarsch“, der „Fliegermarsch“ sowie „Der Jäger aus Kurpfalz“ und die dritte Strophe der Nationalhymne.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse in der Bevölkerung. Bereits am Vormittag nutzten zahlreiche Besucher die Informationsangebote, im weiteren Verlauf füllte sich das Stadion deutlich. Das Gelöbnis sowie der Feldgottesdienst wurden von den Anwesenden mit Applaus begleitet.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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