Gartenparadies „Le Petit Paradis“ wird am letzten Augustwochenende zur Kunstausstellung
- Künstlerin Ilona Waldschmidt
- Foto: Peter Hamburger/frei
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Rheinzabern. Ein Garten kann mehr sein als ein Ort der Ruhe und Erholung. Im südpfälzischen Rheinzabern wird er am letzten Augustwochenende zur außergewöhnlichen Kulisse für zeitgenössische Kunst. Im privaten Gartenparadies „Le Petit Paradis“ von Roland Häfele und Peter Hamburger treffen üppige Gartenlandschaft und rund 50 Gemälde aufeinander.
Unter dem Titel „Erschaffe Neues 3.0“ präsentieren die beiden Germersheimer Künstlerinnen Ilona Waldschmidt und Ursula Götzinger bereits zum dritten Mal gemeinsam ihre Arbeiten in Rheinzabern. Die Ausstellung verbindet Kunst und Natur auf besondere Weise: Mal fügen sich die Gemälde scheinbar in die Umgebung ein, mal stehen sie bewusst in einem starken Kontrast zur Pflanzenwelt.
Kunst zwischen Beeten und Bäumen
„Bild im Bild“, „Gemälde im Beet“ oder „Kunst im Gartenrahmen“ – viele Assoziationen entstehen beim Rundgang durch die Ausstellung. Die Gartenlandschaft wird dabei selbst Teil der Präsentation. Zwischen Pflanzen, Beeten und Grünflächen bekommen die Werke eine ganz eigene Wirkung.
Auf rund 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind etwa 50 Arbeiten zu sehen. Die meisten Werke sind in diesem Jahr entstanden. Besucher können dabei nicht nur unterschiedliche Motive und Materialien entdecken, sondern auch die unterschiedlichen künstlerischen Handschriften der beiden Künstlerinnen kennenlernen.
Zwei Künstlerinnen, unterschiedliche Handschriften
Ilona Waldschmidt und Ursula Götzinger leben in Germersheim und haben sich nach einem arbeitsintensiven Berufsleben seit 2019 verstärkt ihrer künstlerischen Entwicklung gewidmet. Was bereits in ihrer Kindheit als Wunsch nach kreativer Tätigkeit angelegt war, bekam damit Raum und Zeit.
Zu ihren bisherigen künstlerischen Stationen zählen unter anderem die Villa Wieser in Herxheim, das KUK Römerberg sowie seit 2022 die „Fabrik am See“ in Gaienhofen am Bodensee. Gerade die Aufenthalte am Bodensee haben nach Angaben der Künstlerinnen ihr kreatives Schaffen nachhaltig geprägt.
Beide arbeiten mit unterschiedlichen Techniken, Themen und Materialien. Dennoch haben ihre Werke jeweils eine unverwechselbare eigene Sprache.
Ursula Götzinger arbeitet häufig auf großformatigen Malgründen und setzt dabei auf einen markanten, teilweise groben Pinselstrich. Ihre Bilder wirken ausdrucksstark und unmittelbar. Ihr Atelier wird zum Raum intensiver kreativer Arbeit.
Ilona Waldschmidt bevorzugt eher kleine bis mittelformatige Malgründe. Auch ihre Arbeiten sind ausdrucksstark, entstehen jedoch teilweise aus spontanen Momenten. In ihrem lichtdurchfluteten Atelier mit Blick ins Freie können einzelne Pinselstriche beinahe beiläufig entstehen und sich später zu eigenständigen Werken entwickeln.
Vernissage am Samstag
Eröffnet wird „Erschaffe Neues 3.0“ am Samstag, 29. August 2026, um 15 Uhr. Am Sonntag, 30. August, von 11 bis 17 Uhr ist die Ausstellung für Besucher geöffnet. Die beiden Künstlerinnen sind während der Ausstellung persönlich anwesend.
Die Verbindung von Garten und Kunst macht den Ausstellungsort dabei selbst zu einem Teil des Erlebnisses. Zwischen üppiger Vegetation und den ausgestellten Arbeiten entsteht ein Ausstellungsraum unter freiem Himmel, in dem die Werke immer wieder aus einer anderen Perspektive betrachtet werden können.
Ausstellung „Erschaffe Neues 3.0“ im Überblick
- Vernissage: Samstag, 29. August 2026, 15 Uhr
- Ausstellung: Sonntag, 30. August 2026, 11 bis 17 Uhr
- Ausstellungsfläche: rund 700 Quadratmeter
- Zu sehen: etwa 50 Werke
- Künstlerinnen: Ilona Waldschmidt und Ursula Götzinger
- Ort: „Le Petit Paradis“, Rappengasse 11, 76764 Rheinzabern
- Kontakt: Peter Hamburger, Telefon 0151 53206946
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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