ZF rutscht tiefer in die roten Zahlen und meldet 2,1 Milliarden Euro Verlust
- Der Konzern hat seine Jahreszahlen präsentiert. (Archivbild)
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Wirtschaft. Friedrichshafen. Der Autozulieferer ZF meldet für das vergangene Geschäftsjahr einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro und bleibt damit für die Region wirtschaftlich ein Schwergewicht mit spürbaren Folgen.
Der Fehlbetrag hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. ZF erklärt das vor allem mit einem einmaligen Sondereffekt aus dem Konzernumbau. Abschreibungen auf unprofitable Projekte belasteten die Bilanz mit 1,6 Milliarden Euro. Konzernchef Mathias Miedreich spricht von einer Last aus der Vergangenheit und von notwendigen Schritten für die kommenden Jahre.
Operativ leichte Verbesserung trotz hoher Lasten
Trotz des hohen Verlusts sieht das Management Fortschritte im Tagesgeschäft. Das bereinigte operative Ergebnis stieg von 1,47 auf 1,75 Milliarden Euro. ZF hatte sich mit Kunden darauf geeinigt, mehrere Projekte vorzeitig zu beenden. Hintergrund ist der langsamere Hochlauf der Elektromobilität, der geplante Gewinne ausbremste.
Konzern bleibt hoch verschuldet
Die finanzielle Lage bleibt angespannt. Zwar reduzierte ZF seine Finanzverbindlichkeiten um 250 Millionen Euro. Dennoch liegt die Nettoverschuldung weiter bei 10,2 Milliarden Euro. Allein 745 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in Zinszahlungen. Der Schuldenabbau gilt intern als zentrale Aufgabe.
Die Eigenkapitalquote sank um mehr als fünf Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Um die Stabilität zu sichern, wird erneut keine Dividende ausgeschüttet. Nach Angaben des Vorstands soll die Quote in den kommenden Jahren wieder gestärkt werden.
Umsatzrückgang und Stellenabbau
Der Umsatz sank um rund sechs Prozent auf 38,8 Milliarden Euro. Eine spürbare Erholung der Nachfrage ist derzeit nicht in Sicht. Besonders die Zurückhaltung bei E Autos belastet das Geschäft.
ZF baut zudem Stellen ab. Bis zu 14.000 Arbeitsplätze in Deutschland sollen in den kommenden Jahren wegfallen. Ende des Jahres beschäftigte der Konzern weltweit noch 153.153 Menschen. In Deutschland waren es etwas mehr als 49.000.
Verhaltener Ausblick für das laufende Jahr
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet ZF bei stabilen Wechselkursen mit einem Umsatz von über 38 Milliarden Euro. Eine schnelle Trendwende erwartet der Vorstand nicht. Stattdessen soll der Fokus stärker auf das Kerngeschäft, höhere Effizienz und weniger Bürokratie gelegt werden. Auch die Zahl der Führungskräfte soll sinken. dpa/red
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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