Warnstreik in Baden-Baden und Stuttgart trifft Spielbanken
- Verdi plant einen Warnstreik in den Südwest-Casinos. (Foto-Archiv)
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Stuttgart. Besucher der Spielbanken in Baden Baden, Stuttgart und Konstanz müssen am Samstag, 30. Mai, mit Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten erstmals in der Geschichte des Landesbetriebs zu einem Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand soll am Nachmittag beginnen und bis zum Betriebsende in der Nacht zum Sonntag, 31. Mai, dauern.
Nach Angaben der Gewerkschaft könnte der Spielbetrieb deutlich beeinträchtigt sein. Verdi rechnet mit spürbaren Auswirkungen für Gäste in allen drei Häusern. Hintergrund ist der laufende Tarifkonflikt mit den Baden Württembergischen Spielbanken.
Tarifstreit um Gehalt und Sozialleistungen
Verdi kritisiert, dass der Arbeitgeber im September alle Tarifverträge gekündigt habe. Darunter seien auch Regelungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sowie zur Altersvorsorge gewesen. In zwei Gesprächsrunden über einen neuen Gehaltstarifvertrag sei bislang keine Einigung erzielt worden.
Die Gewerkschaft fordert in der aktuellen Tarifrunde einen Sockelbetrag von 350 Euro plus drei Prozent mehr Gehalt. Die Erhöhung soll rückwirkend zum 1. Januar gelten. Insgesamt arbeiten mehr als 500 Beschäftigte in den drei Spielbanken des Landes.
Unternehmen erwartet weiter geöffneten Spielbetrieb
Der landeseigene Betreiber geht davon aus, dass die Casinos trotz des Streiks öffnen können. Der Spielbetrieb werde am Samstag voraussichtlich in allen Häusern gemäß Glücksspielstaatsvertrag gewährleistet, teilte das Unternehmen mit.
Geschäftsführer Tobias Wald erklärte, das Unternehmen strebe weiterhin eine zeitnahe und faire Lösung mit Verdi an. Der angekündigte Warnstreik werde jedoch bedauert. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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