Verkauf des Aumovio-Werks in Rheinböllen: 320 Jobs wechseln
- Die Beschäftigten am Standort sollen übernommen werden. (Archivbild)
- Foto: Leonie Asendorpf/dpa
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Rheinböllen. Für rund 320 Beschäftigte am Aumovio-Standort in Rheinböllen steht ein Eigentümerwechsel bevor. Der Autozulieferer verkauft das Werk im Rhein-Hunsrück-Kreis an die neu gegründete RHB-Industries.
Nach Unternehmensangaben übernimmt der Käufer die Produktion, Forschung und Entwicklung sowie alle Geschäftsaktivitäten des Standorts. Auch die gesamte Belegschaft soll übernommen werden. Die Transaktion soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.
In Rheinböllen werden unter anderem Bremssättel und elektrische Parkbremsen hergestellt. Zudem entwickelt und produziert der Standort autonome mobile Roboter. Aumovio und RHB-Industries stehen nach eigenen Angaben im Austausch mit Arbeitnehmervertretern. Eine tarifliche Regelung zur Überleitung der bisherigen Beschäftigungsbedingungen wurde bereits vereinbart.
Investor für Robotik-Sparte gesucht
RHB-Industries gehört zur Transformationsberatung Falkensteg und wurde eigens für diese Übernahme gegründet. Zunächst soll eine Auftragsfertigung im Bremsenbereich aufgebaut werden, um bestehende Serienprojekte zu unterstützen.
Parallel plant das Unternehmen neue Geschäftsfelder. Genannt werden unter anderem
- Verteidigungsindustrie
- Robotik
- Prozessindustrie mit Großwärmepumpen
Für den Robotikbereich will RHB-Industries einen strategischen Investor finden. Dieser soll Technologie, Know-how und Teile der Belegschaft übernehmen.
Aumovio begründet den Verkauf mit einer weiteren Konsolidierung seiner europäischen Fertigungsstandorte und einer stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft. Das Unternehmen war im September aus dem früheren Automotive-Bereich von Continental hervorgegangen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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