Trikots, Schals, Fahnen: Fußball-WM soll Sporthandel neuen Schub bringen
- Der Sportfachhandel hofft auf einen WM-Boom. (Symbolbild)
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Deutschland. Viele Sportgeschäfte hoffen rund um die Fußball Weltmeisterschaft auf zusätzliche Einnahmen. Händler erwarten vor allem beim Verkauf von Trikots und Fanartikeln einen deutlichen Schub.
Das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am Donnerstag, 11. Juni. Große Sportketten wie Intersport, Sport 2000 und Decathlon rechnen damit, dass das Ereignis die derzeit schwache Konsumstimmung zumindest teilweise belebt.
„Die Konsumstimmung ist auf einem Drei Jahres Tief. Wir gehen davon aus, dass dieses große Turnier für positive Impulse sorgt“, sagte Intersport Chef Alexander von Preen der Deutschen Presse Agentur.
Nach Beobachtung des Handels suchen viele Menschen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewusst nach Ablenkung. Sport Großereignisse wie eine Weltmeisterschaft könnten genau diese Rolle erfüllen. Einige Händler planen deshalb zusätzliche Aktionen in den Geschäften oder gemeinsames Public Viewing.
Händler erwarten mehr Kunden in Läden und Online Shops
Auch der Händlerverbund Sport 2000 rechnet mit einem zusätzlichen Geschäft. Nach Erfahrungen aus früheren Turnieren könne ein WM Jahr rund zwei Prozent mehr Umsatz im gesamten Unternehmen bringen. Im Bereich Teamsport seien sogar Zuwächse von etwa zehn Prozent möglich.
Decathlon berichtet ebenfalls von einem typischen Effekt großer Sportevents. Die Begeisterung rund um das Turnier führe meist zu mehr Kundschaft in den Filialen und im Onlinehandel.
Trikots bleiben wichtigstes Fanprodukt
Besonders gefragt sind nach Einschätzung der Händler klassische Fanartikel und Ausrüstung rund um den Fußball. Dazu gehören unter anderem
- Trikots der Nationalmannschaften
- Fanartikel wie Schals und Fahnen
- Fußbälle und Teamsport Kleidung
Bei der Europameisterschaft im Jahr 2024 verkauften allein die rund 700 Intersport Händler etwa eine halbe Million Trikots. Vor allem das pinkfarbene Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft sorgte damals für hohe Nachfrage und war zeitweise ausverkauft.
Trikots gelten inzwischen nicht nur als Stadionkleidung. Händler beobachten, dass viele Fans die Shirts auch als modisches Statement im Alltag tragen.
Starker Wettbewerb im Milliardenmarkt
Der deutsche Markt für Sportartikel gilt als Milliarden Geschäft und ist hart umkämpft. Marktführer ist Intersport, gefolgt vom Händlerverbund Sport 2000. Mit deutlichem Abstand dahinter liegt der französische Anbieter Decathlon.
Decathlon baut seine Präsenz in Deutschland derzeit mit neuen Filialen aus. Auch andere Händler setzen auf größere Geschäfte oder neue Standorte in Innenstädten. Hintergrund sind freie Verkaufsflächen, nachdem Modegeschäfte und Warenhäuser ihr Sortiment reduziert haben. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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