Tarifstreit in Baden-Württemberg: Spielbanken vor neuer Runde
- Tarifkonflikt bei Spielbanken im Südwesten geht weiter. (Symbolbild)
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Baden-Württemberg. Für Beschäftigte der landeseigenen Spielbanken im Südwesten bleibt die Tariffrage offen. In Baden-Württemberg ist ein bereits verkündetes Verhandlungsergebnis vorerst nicht in Kraft, weil der Aufsichtsrat die volle Zustimmung verweigert hat.
Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi hat der Aufsichtsrat der landeseigenen Spielbanken dem Ergebnis nicht zugestimmt. Verdi kritisierte das scharf und forderte die Vertreter des Landes auf, die Tarifautonomie zu respektieren. Die Betreibergesellschaft gehört nach eigenen Angaben vollständig dem Land Baden-Württemberg.
Streitpunkt ist die dauerhafte Gehaltserhöhung
Laut Verdi sah das Verhandlungsergebnis vor, die Gehälter rückwirkend ab Donnerstag, 1. Januar, zunächst über monatliche Einmalzahlungen von 230 Euro anzuheben. Nach einem neuen einheitlichen Gesamt-Tarifvertrag sollte dieser Betrag nach Gewerkschaftsangaben dauerhaft in die Entgelttabellen übernommen werden.
Genau an diesem Punkt entzündet sich nun der Konflikt. Geschäftsführer Tobias Wald teilte auf Anfrage mit, der Aufsichtsrat habe dem Ergebnis in weiten Teilen zugestimmt. In der festgeschriebenen Tabellenwirksamkeit habe das Gremium aber ein Vorwegnehmen der erst noch anstehenden Verhandlungen über den neuen Tarifvertrag gesehen.
Spielbanken halten neues Angebot aufrecht
Nach Angaben des Geschäftsführers passten die Spielbanken ihr Angebot daraufhin an. Dieses sei von der Tarifkommission jedoch abgelehnt worden. Das Angebot bleibe bestehen, zugleich würden weitere Verhandlungen angeboten.
Verdi betonte, die Tabellenwirksamkeit sei eine zentrale Forderung der Tarifkommission. Sollte kein Tarifabschluss zustande kommen, seien erneut Arbeitsniederlegungen möglich.
Erster Warnstreik hatte Einigung vorausgegangen
Vor etwas mehr als einem Monat hatte Verdi bereits eine Einigung im Tarifkonflikt gemeldet. Davor hatte es den ersten Warnstreik in der Geschichte der landeseigenen Betreibergesellschaft gegeben. Beteiligt waren Beschäftigte an den Standorten Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz. Die Arbeitgeber hatten den Ausstand damals deutlich kritisiert.
Nach Angaben der Betreibergesellschaft arbeiten rund 550 Menschen in den drei Spielbanken im Land. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind demnach aus Ministerien des Landes Baden-Württemberg berufen worden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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