Tarifrunde im Handel stoppt: Arbeitgeber sagen Verhandlungen ab
- Ein Warnstreik Anfang Juli in Dortmund. Bundesweit hat es in den vergangenen Wochen viele Warnstreiks im Handel gegeben. (Archiv)
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Rheinland-Pfalz / Saarland. Für Beschäftigte im Einzelhandel in Rheinland-Pfalz und im Saarland stockt die Tarifrunde vorerst: Arbeitgeber haben die geplanten Verhandlungen in mehreren Ländern abgesagt. Betroffen sind nach Angaben des Handelsverbands Bayern auch Bayern sowie Berlin-Brandenburg.
Arbeitgeber legen Gespräche in vier Ländern auf Eis
Nach Darstellung der Arbeitgeber fehlt derzeit die Grundlage für weitere Gespräche. Der Handelsverband wirft dem Verdi-Bundesvorstand vor, eine Einigung aus Baden-Württemberg unterlaufen zu haben. Verdi hatte diesem Vorwurf zuvor in der „Lebensmittelzeitung“ widersprochen.
Worum es in der Tarifrunde geht
Verdi fordert je nach Tarifgebiet sieben Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten in mehreren Ländern 3,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwei Jahren angeboten.
Bundesweit hatte es in den vergangenen Wochen zahlreiche Warnstreiks gegeben. Für Beschäftigte und Kunden bedeutet der Verhandlungsstopp zunächst vor allem weitere Unsicherheit darüber, wann es in den betroffenen Ländern zu einer Einigung kommt.
Warum die Fronten verhärtet sind
Die bayerische HBE-Tarifgeschäftsführerin Melanie Eykmann erklärte, vor Ort ausgehandelte Kompromisse scheiterten zuletzt am Verdi-Bundesvorstand. Verbandssprecher Bernd Ohlmann sagte, unter diesen Voraussetzungen gebe es derzeit keine Grundlage für zielführende Verhandlungen in Bayern.
Verdi verwies in der „Lebensmittelzeitung“ darauf, dass sich die Tarifkommissionen der Gewerkschaft in den Ländern ebenso abstimmten wie die Arbeitgeber. Der bisher in Baden-Württemberg erreichte Stand habe anderen Tarifgebieten nicht genügt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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