Tarifforderung in Baden-Württemberg: IG Metall will 5 Prozent
- Die IG Metall will neben fünf Prozent mehr Geld auch eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte erreichen. (Archivbild)
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Stuttgart. Für rund 900.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg geht es in der kommenden Tarifrunde um fünf Prozent mehr Geld, sichere Arbeitsplätze und mögliche Gewinnbeteiligungen. Die IG Metall Baden-Württemberg teilte mit, sie wolle neben höheren Einkommen auch über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten mit den Arbeitgeberverbänden verhandeln.
„Die Beschäftigten brauchen beides: eine spürbare Erhöhung ihrer Einkommen und verlässliche Perspektiven für ihre Arbeitsplätze und Standorte. Fünf Prozent mehr Geld und mehr Sicherheit gehören für uns zusammen“, sagte Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg. Der neue Tarifvertrag soll nach dem Willen der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Gewinnbeteiligung bei profitablen Firmen
Für Beschäftigte und Auszubildende in wirtschaftlich erfolgreichen Betrieben strebt die IG Metall zusätzlich eine tarifliche Gewinnbeteiligung an. Resch begründete das damit, dass Beschäftigte angemessen beteiligt werden sollten, wenn ihre Arbeit zu Unternehmensprofiten beitrage.
„Die wirtschaftliche Lage ist nicht überall gleich“, sagte Resch. „In Betrieben mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung ist es jedoch gerechtfertigt, die Beschäftigten und Auszubildenden am erwirtschafteten Erfolg zu beteiligen.“
Debatte über Kosten und Standorte
Die Forderung fällt in eine Phase, in der große Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie ihre Sparkurse verschärfen. Genannt werden etwa Volkswagen und Mercedes-Benz. Mercedes-Benz hatte Werksschließungen in Deutschland angekündigt, falls es nicht gelingt, die Kosten im Land zu reduzieren.
Der Stuttgarter Autobauer will eine „Produktivitätsoffensive für Deutschland“ auf den Weg bringen. In einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland schlug der Vorstand unter anderem vor, für das gleiche Geld mehr zu arbeiten. Damit steht die Tarifrunde im Südwesten auch im Zeichen von Arbeitszeit, Standortkosten und Beschäftigungssicherung. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |