Stellenabbau in Baden-Württemberg: Industrie verliert 30.200 Jobs
- Im Südwesten arbeiten 30.200 Menschen weniger in der Industrie. (Archivbild)
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Fellbach. Für Beschäftigte in Baden-Württembergs Industrie bleibt die Lage angespannt: Im ersten Halbjahr arbeiteten dort rund 30.200 Menschen weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamts waren von Januar bis Juni insgesamt etwa 1,124 Millionen Frauen und Männer in der Industrie beschäftigt.
Das entsprach einem Rückgang um 2,6 Prozent. Der Stellenabbau setzte sich damit im Südwesten fort. Zuletzt hatten unter anderem Daimler Truck, ZF Friedrichshafen, Bosch, Mahle, Porsche und Voith Programme zum Personalabbau angekündigt. Auch zahlreiche mittelständische Unternehmen verringern ihre Belegschaft.
Mehr Aufträge trotz weniger Jobs
Gleichzeitig meldet das Statistische Landesamt eine „verhaltene Erholung“ der Industrie. Von Januar bis Juni legten die Aufträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt um 2,1 Prozent zu. Gestützt wurde die Entwicklung demnach vom Auslandsgeschäft und von einer stärkeren Nachfrage im Inland.
Als Hintergrund nennen die Statistiker gesunkene Weltmarktpreise für Energie und Rohstoffe. Wie stark die Erholung weiter trägt, dürfte nach Einschätzung des Landesamts aber auch vom Verlauf des Konflikts im Nahen Osten abhängen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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