Stellenabbau bei Sick in Waldkirch: 500 Jobs fallen zusätzlich weg
- Sensorspezialist Sick: Stellenabbau angekündigt. (Archivbild)
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Waldkirch. Beim Sensorspezialisten Sick stehen weitere Stellen auf dem Spiel. Das Unternehmen aus Waldkirch im Landkreis Emmendingen plant den Abbau von rund 500 Arbeitsplätzen an mehreren Standorten in Südbaden.
Betroffen sind nach Unternehmensangaben vor allem der Hauptsitz in Waldkirch sowie die Standorte Reute, Freiburg und Donaueschingen. Der Vorstand erläuterte die Hintergründe auf Mitarbeiterversammlungen am Dienstag, 14. April, und Mittwoch, 15. April.
Zusätzlicher Abbau zu bereits bekannten Stellenstreichungen
Der geplante Schritt kommt zusätzlich zu einem bereits angekündigten Abbau von etwa 100 Stellen in Hamburg und Karlsruhe. Laut aktuellem Geschäftsbericht beschäftigte Sick Ende 2024 rund 6500 Menschen in Deutschland. Darin enthalten sind auch Beschäftigte aus Geschäftsbereichen, die inzwischen verkauft wurden.
Unternehmen will Kosten deutlich senken
Das Unternehmen verweist auf ein weiterhin schwieriges Marktumfeld. Trotz steigender Umsätze und eines wettbewerbsfähigen Produktportfolios reiche die aktuelle Geschäftsentwicklung nicht aus, um die seit Jahren niedrige Profitabilität dauerhaft auf ein gesundes Niveau zu bringen.
Sick arbeite deshalb konsequent daran, Kosten zu reduzieren. Ziel sei es zugleich, für betroffene Beschäftigte faire und sozialverträgliche Perspektiven zu schaffen. Das erklärte Vorstandschef Mats Gökstorp laut Unternehmensmitteilung.
Gewinn deutlich eingebrochen
Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Sick einen Umsatz von gut 1,7 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 55 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang um 63,5 Prozent im Vergleich zu 2023.
Die Geschäftszahlen für 2025 will das Unternehmen Ende April vorstellen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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