Sparmaßnahme bei Mercedes in Stuttgart: Sonderzahlung verschoben
- Mercedes-Gesamtbetriebsrat: Die Lage ist ernst. (Archivbild)
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Stuttgart. Beschäftigte bei Mercedes Benz müssen sich auf eine spätere Auszahlung einer wichtigen Sonderzahlung einstellen. Der Autobauer hat den sogenannten Transformationsbaustein verschoben. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats handelt es sich um eine einseitige Entscheidung des Unternehmens.
Die Zahlung beträgt 18,4 Prozent des individuellen monatlichen Grundentgelts. Anspruch darauf haben nach Unternehmensangaben rund 90.000 der etwa 108.000 Beschäftigten in Deutschland.
Betriebsrat sieht wachsenden Druck im Unternehmen
Der Gesamtbetriebsrat erklärte, die Verschiebung sei kein Ergebnis gemeinsamer Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung. Tariflich sei ein solcher Schritt zwar möglich. Er zeige jedoch vor allem, wie stark der wirtschaftliche Druck im Unternehmen inzwischen sei.
Zuvor hatte der Vorstand die Belegschaft in einem Schreiben über eine Verschärfung des Sparkurses informiert. Hintergrund sind nach Unternehmensangaben schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Kritik an Belastung für Beschäftigte
Der Gesamtbetriebsrat betonte, die Ursachen der aktuellen Probleme lägen nicht bei den Beschäftigten. Genannt wurden unter anderem
- die wirtschaftliche Entwicklung in China
- geopolitische Spannungen
- steigende Energiepreise
Trotzdem müssten nun erneut die Beschäftigten einen erheblichen Teil der Last tragen, erklärte die Arbeitnehmervertretung.
Debatte über längere Arbeitszeit
Nach Angaben des Unternehmens soll zudem in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat über eine mögliche Verlängerung der Arbeitszeit gesprochen werden. Derzeit gilt für viele Beschäftigte eine tarifliche Wochenarbeitszeit von 35 Stunden.
Der Gesamtbetriebsrat stellte klar, dass es aktuell keine Verhandlungen über längere Arbeitszeiten oder tarifliche Einschnitte gebe. Solche Gespräche könnten erst stattfinden, wenn die zuständigen Tarifparteien. Also IG Metall und Arbeitgeberverband. Eine entsprechende tarifliche Öffnung beschließen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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