Sparmaßnahme bei Mercedes in Stuttgart: Sonderzahlung verschoben

Mercedes-Gesamtbetriebsrat: Die Lage ist ernst. (Archivbild) | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • Mercedes-Gesamtbetriebsrat: Die Lage ist ernst. (Archivbild)
  • Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Stuttgart. Beschäftigte bei Mercedes Benz müssen sich auf eine spätere Auszahlung einer wichtigen Sonderzahlung einstellen. Der Autobauer hat den sogenannten Transformationsbaustein verschoben. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats handelt es sich um eine einseitige Entscheidung des Unternehmens.

Die Zahlung beträgt 18,4 Prozent des individuellen monatlichen Grundentgelts. Anspruch darauf haben nach Unternehmensangaben rund 90.000 der etwa 108.000 Beschäftigten in Deutschland.

Betriebsrat sieht wachsenden Druck im Unternehmen

Der Gesamtbetriebsrat erklärte, die Verschiebung sei kein Ergebnis gemeinsamer Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung. Tariflich sei ein solcher Schritt zwar möglich. Er zeige jedoch vor allem, wie stark der wirtschaftliche Druck im Unternehmen inzwischen sei.

Zuvor hatte der Vorstand die Belegschaft in einem Schreiben über eine Verschärfung des Sparkurses informiert. Hintergrund sind nach Unternehmensangaben schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Kritik an Belastung für Beschäftigte

Der Gesamtbetriebsrat betonte, die Ursachen der aktuellen Probleme lägen nicht bei den Beschäftigten. Genannt wurden unter anderem

  • die wirtschaftliche Entwicklung in China
  • geopolitische Spannungen
  • steigende Energiepreise

Trotzdem müssten nun erneut die Beschäftigten einen erheblichen Teil der Last tragen, erklärte die Arbeitnehmervertretung.

Debatte über längere Arbeitszeit

Nach Angaben des Unternehmens soll zudem in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat über eine mögliche Verlängerung der Arbeitszeit gesprochen werden. Derzeit gilt für viele Beschäftigte eine tarifliche Wochenarbeitszeit von 35 Stunden.

Der Gesamtbetriebsrat stellte klar, dass es aktuell keine Verhandlungen über längere Arbeitszeiten oder tarifliche Einschnitte gebe. Solche Gespräche könnten erst stattfinden, wenn die zuständigen Tarifparteien. Also IG Metall und Arbeitgeberverband. Eine entsprechende tarifliche Öffnung beschließen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.