Spar-Druck bei Audi in Neckarsulm: Chef fordert weitere Einschnitte
- Audi-Chef Gernot Döllner sieht trotz existierender Sparprogramme den Bedarf, die Kosten weiter zu senken. (Archivbild)
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Neckarsulm/Ingolstadt. Beim Autobauer Audi steht trotz laufender Sparprogramme weiterer Kostendruck im Raum. Konzernchef Gernot Döllner kündigt an, dass der Hersteller seine Ausgaben weiter senken muss. Auch für den Standort Neckarsulm bleibt die Lage damit angespannt.
Audi habe bereits im vergangenen Jahr ein Sparpaket gestartet und den Abbau von bis zu 7500 Stellen in Deutschland beschlossen. Trotzdem sei zusätzlicher Handlungsbedarf nötig. „Wir müssen unsere Kosten weiter senken“, sagte Döllner. Gleichzeitig müsse der Konzern die interne Komplexität verringern und bei Entscheidungen schneller werden.
Konkrete neue Maßnahmen gibt es derzeit nicht. Produktionsvorstand Gerd Walker betonte, aktuell gebe es keine Entscheidung über weitere Sparprogramme oder Werkschließungen. In den vergangenen Jahren habe Audi bereits die Effizienz erhöht, Produktionskapazitäten angepasst und Personal sozialverträglich reduziert.
Jobabbau läuft bereits
Der im Vorjahr angekündigte Stellenabbau kommt nach Unternehmensangaben voran. Insgesamt sollen bis 2027 bis zu 6000 Arbeitsplätze wegfallen. Rund 70 Prozent der Anpassungen seien bereits umgesetzt oder vertraglich vereinbart.
Weitere 1500 Stellen sollen demnach bis 2029 abgebaut werden.
- Bis zu 6000 Stellenabbau bis 2027 geplant
- Rund 70 Prozent davon bereits umgesetzt oder vereinbart
- Weitere 1500 Jobs sollen bis 2029 folgen
Auch im Mutterkonzern Volkswagen wächst der Druck, Kosten stärker zu senken. Laut einer internen Unterrichtung, die der Deutschen Presse Agentur vorliegt, reichen die bisher geplanten Einsparungen im aktuellen Marktumfeld nicht aus. Finanzvorstand Arno Antlitz wird mit den Worten zitiert, das Geschäftsmodell müsse grundlegend verändert werden.
Der VW Aufsichtsrat befasste sich in diesen Tagen mit einem Bericht des Vorstands zum Stand des Sanierungsprogramms. Beschlüsse wurden laut Konzernkreisen jedoch nicht gefasst. Konzernchef Oliver Blume hatte zuvor bereits angekündigt, weltweit Produktionskapazitäten zu reduzieren. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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