Seltene Einblicke: Bonita Grupp spricht über ihre Kindheit und über Geld

Trigema-Chefin Bonita Grupp erzählt aus ihrer Kindheit. (Archivbild)  | Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
  • Trigema-Chefin Bonita Grupp erzählt aus ihrer Kindheit. (Archivbild)
  • Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Burladingen. Die Chefin des schwäbischen Textilherstellers Trigema hat einen ungewöhnlich privaten Einblick in ihre Kindheit gegeben. Unternehmerin Bonita Grupp berichtet, dass sie als Kind kein Taschengeld bekam und Geld nur für konkrete Anschaffungen erhielt.

Die 36-Jährige sagte der „Süddeutschen Zeitung“, dass sie und ihr Bruder stattdessen mit Einkaufslisten zu ihren Eltern gegangen seien, wenn sie etwas brauchten. Anschließend sei gemeinsam zum Einkaufen nach Stuttgart oder München gefahren worden.

Klare Regeln beim Einkaufen

Besonders ihr Vater Wolfgang Grupp habe dabei auf genaue Planung geachtet. „Mein Vater wollte genau wissen. Wo ist deine Liste. Du brauchst eine Jeans, eine Hose, einen Rock. Dann kaufen wir das. Nicht mehr und nicht weniger“, sagte die Unternehmerin.

Mit ihrer Mutter sei der Einkauf meist entspannter gewesen. Dennoch habe es feste Regeln gegeben. Taschengeld habe es grundsätzlich nicht gegeben.

Auch für Ferienjobs im Familienunternehmen habe sie als Jugendliche kein Geld erhalten. Die Arbeit im Betrieb sei selbstverständlich gewesen. „Es war für uns selbstverständlich, etwas zurückzugeben“, sagte Grupp.

Familie diskutiert über öffentliche Auftritte

Die Unternehmerin äußerte sich auch zur Rolle ihres Vaters in der Öffentlichkeit. Innerhalb der Familie gebe es Gespräche darüber, ob Wolfgang Grupp senior künftig weniger präsent sein sollte.

Ob er sich tatsächlich zurücknehme, müsse er jedoch selbst entscheiden. „Wir können ihm etwas raten. Entscheiden muss er am Ende selbst“, sagte sie.

Der frühere Trigema-Chef hatte sich nach einem öffentlich gewordenen Suizidversuch im vergangenen Sommer zunächst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. In diesem Jahr trat der 84-Jährige wieder bei Veranstaltungen und in Interviews auf.

Zuletzt sagte er in der SWR1-Sendung „Leute“, der Suizidversuch sei ein „Kurzschluss“ gewesen. Er habe die Tat sofort bereut. Sein Gehör habe darunter gelitten. Heute nehme er Medikamente und sehe seine Situation wieder anders.

Der Unternehmer hatte damals erklärt, unter Altersdepression gelitten zu haben. In einem Brief an frühere Mitarbeiter schrieb er, er habe sich zeitweise gefragt, ob er noch gebraucht werde. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.