Schwarz Digits bekommt neuen Chef: Christian Müller übernimmt allein

Christian Müller übernimmt Gesamtverantwortung bei Schwarz Digits. (Archivbild) | Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
  • Christian Müller übernimmt Gesamtverantwortung bei Schwarz Digits. (Archivbild)
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Neckarsulm. In Neckarsulm hat die Digitalsparte der Schwarz Gruppe eine neue Führungsstruktur: Christian Müller ist ab sofort alleiniger Chef von Schwarz Digits.

Das Unternehmen teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass Müller die Sparte nicht mehr gemeinsam mit Rolf Schumann führt. Schumann verlässt das Unternehmen nach sieben Jahren gemeinsamer Aufbauarbeit „in bestem gegenseitigem Einvernehmen“ mit sofortiger Wirkung.

Schumann war 2019 als Chief Digital Officer zur Schwarz Gruppe gekommen und wurde im Frühjahr 2020 in den Vorstand berufen. Zusammen mit Müller, damals IT-Vorstand, bildete er laut Unternehmensangaben eine eng verzahnte Doppelspitze. Zu den wichtigen Projekten aus dieser Zeit zählen die Kundenprogramme Lidl Plus und Kaufland Card, die nach Unternehmensangaben heute von mehr als 100 Millionen Menschen genutzt werden.

Schwarz Digits setzt auf Cloud und KI

Die Digitalsparte hat ihr Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Schwarz Digits will sich als europäische Alternative zu großen Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services und Microsoft Azure positionieren. Müller hatte dieses Ziel vor wenigen Wochen im Gespräch mit der dpa bekräftigt. Das Unternehmen traut sich zu, zum sogenannten Hyperscaler zu werden. Gemeint sind Anbieter mit vielen weltweit betriebenen Servern, die in großem Umfang Rechenleistung, Datenspeicher, KI und weitere digitale Dienste bereitstellen.

Elf Milliarden Euro für neues Rechenzentrum

Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist ein neues Rechenzentrum in Lübbenau im brandenburgischen Spreewald. Die Schwarz Gruppe investiert dort nach eigenen Angaben elf Milliarden Euro. Es ist die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.

In dem Rechenzentrum sollen eigene Daten der Gruppe verarbeitet werden, etwa aus Liefer- und Bestellprozessen, Bezahlvorgängen und Kundenprogrammen. Speicher und Rechenleistung will das Unternehmen auch externen Kunden anbieten. Vereinbarungen gibt es bisher unter anderem mit der Polizei Baden-Württemberg und der Bundesagentur für Arbeit. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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