Schiffe auf Grund, Gefahr für Baustellen: So reagieren Politik und Wirtschaft auf die Dürre
- Das Niedrigwasser am Rhein könnte sich bald auch im Bau bemerkbar machen.
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Berlin. Trotz anhaltenden Niedrigwassers auf wichtigen Wasserstraßen sieht der Bund die Versorgung in Deutschland derzeit gesichert. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sagte vor Beratungen mit den Verkehrsministern der Länder am Mittwoch, 12. August, nach jetzigem Stand gebe es keine Versorgungsengpässe.
Um das Risiko bei längerer Trockenheit zu senken, sollen nach Angaben des Ministers mehr Güter von Schiffen auf Schiene und Straße verlagert werden. Bund und Länder wollen weitere Schritte abstimmen. Bilger geht davon aus, dass die Niedrigwasserlage mindestens bis Ende August anhält.
Der Minister lobte die Deutsche Bahn für zusätzliche Kapazitäten. Nach seinen Angaben wurden weitere Waggons bereitgestellt. Diese Zahl soll noch steigen.
Bauindustrie warnt vor ersten Folgen
Deutlich kritischer bewertet die Bauindustrie die Lage. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erklärte, Lieferanten hätten für erste Baustoffe bereits Engpässe angekündigt, falls das Niedrigwasser länger anhält.
Flächendeckende Baustopps sieht der Verband aktuell zwar nicht. Mit einer längeren und ausgeprägten Niedrigwasserphase steige aber das Risiko für Engpässe, höhere Logistikkosten und Verzögerungen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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