Roboter-Produktion in Bühl: Bosch startet 2027
- Bosch baut bald humanoide Roboter. (Archivbild)
- Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa
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Bühl. Für den Industriestandort im Südwesten rückt ein neues Zukunftsfeld näher: Bosch will ab 2027 in Bühl im Schwarzwald humanoide Roboter für das britische Unternehmen Humanoid fertigen. Der Technologiekonzern übernimmt damit erstmals die Produktion solcher KI-gesteuerten Maschinen, deren Aufbau mit Kopf, Armen, Händen und Beinen dem menschlichen Körper ähnelt.
Die Fertigung soll 2027 am Bosch-Standort Bühl starten, teilte ein Sprecher in Stuttgart mit. Der weltgrößte Autozulieferer wird dabei Auftragsfertiger. Zu Stückzahlen oder zur Zahl der beteiligten Mitarbeitenden machte Bosch zunächst keine Angaben. „Angaben zu Stückzahlen oder Mitarbeitenden machen wir aktuell keine", sagte der Sprecher. Zuerst hatte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet.
Was Bosch in Bühl genau plant
Entwickelt werden die Roboter vom Londoner Start-up Humanoid. Bosch prüft mit dem Unternehmen außerdem, ob eigene Technologien in die Maschinen eingebaut werden können. Dazu gehören Aktoren, Motoren, Sensoren und weitere Komponenten.
- Standort: Bühl im Schwarzwald
- Start: 2027
- Rolle von Bosch: Auftragsfertigung für Humanoid
- Mögliche Bosch-Technik: Aktoren, Motoren und Sensoren
Erste Einsätze vor allem in Fabriken
Der Markt für humanoide Roboter steht noch am Anfang. Fachleute sehen langfristig ein großes Einsatzpotenzial, zunächst vor allem in Fabriken und in der Logistik. Später könnten solche Hightech-Helfer auch in der Krankenpflege oder im Haushalt eine Rolle spielen.
Zu den ersten Abnehmern für die Roboter aus Bühl soll nach dem Bericht der fränkische Autozulieferer Schaeffler zählen, der sie in seiner Produktion einsetzen will. Humanoid hat sowohl mit Bosch als auch mit Schaeffler Kooperationen vereinbart. Beide Unternehmen sind zudem Investoren bei dem britischen Start-up.
Auch Hersteller aus Baden-Württemberg wachsen
In Deutschland gilt Neura Robotics aus Metzingen bei Stuttgart als einer der bekannten Anbieter in diesem Feld. Das schwäbische Unternehmen sammelte für seine Expansion bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar bei Investoren ein. Mit dem Geld will Neura nach eigenen Angaben unter anderem die Serienproduktion auf mehrere Millionen Roboter bis 2030 ausweiten. Der Auftragsbestand und die strategische Entwicklungspipeline liegen nach Unternehmensangaben bei mehr als einer Milliarde US-Dollar. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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