Rekordgewinn in Oberndorf: Heckler & Koch wächst stark
- Heckler & Koch macht so viel Umsatz mit seinen Waffenverkäufen wie noch nie. Hier ein Blick auf den HK-Messestand bei der Waffenmesse Eurosatory 2026.
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Oberndorf am Neckar. Die höheren Verteidigungsausgaben in Europa sichern einem wichtigen Arbeitgeber im Südwesten volle Auftragsbücher: Heckler & Koch hat im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn auf neue Höchstwerte gesteigert. Der Waffenhersteller aus Oberndorf am Neckar südwestlich von Stuttgart meldete 263,9 Millionen Euro Umsatz. Das waren 47,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Gewinn stieg von 11,8 Millionen Euro auf 40,8 Millionen Euro. Damit hat das Unternehmen den Halbjahresgewinn mehr als verdreifacht. Hintergrund ist die erhöhte Nachfrage nach militärischer Ausrüstung seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick
Die Entwicklung zeigt sich besonders deutlich an Umsatz, Gewinn und Auftragslage des Unternehmens.
- Umsatz: 263,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr
- Plus beim Umsatz: 47,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
- Gewinn: 40,8 Millionen Euro nach 11,8 Millionen Euro zuvor
- Auftragseingang: 260 Millionen Euro im ersten Halbjahr
Zu den Kunden von Heckler & Koch gehören neben der Bundeswehr auch Frankreich, Norwegen und die baltischen Staaten. Frankreich setzt inzwischen ebenfalls auf eine Waffe der Schwarzwälder Firma als Standard-Sturmgewehr seiner Armee.
Bundeswehr-Auftrag füllt die Bücher
Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr mit 260 Millionen Euro etwas niedriger als zuvor. Ein größerer Dämpfer war das jedoch nicht. Im Juli rief die Bundeswehr den kompletten Rahmenvertrag für Sturmgewehre ab.
Der Bundestag hatte zuvor eine Aufstockung des Vertrags von 120.000 auf 250.000 Stück bewilligt. Heckler & Koch soll die Waffen schrittweise ausliefern. Dadurch fließt dem Unternehmen nach eigenen Angaben noch über Jahre Geld aus diesem Auftrag zu.
Die Waffenschmiede beschäftigt mehr als 1400 Menschen. Die meisten arbeiten im Stammwerk im Nordschwarzwald. In den USA betreibt das Unternehmen ein kleineres Montagewerk für Pistolen, das etwas ausgebaut werden soll.
Unternehmen investiert in Maschinen und Abläufe
In den vergangenen Jahren investierte Heckler & Koch nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro. Nun werden die Ausgaben deutlich erhöht. Ein weiteres Investitionsprogramm sieht 230 Millionen Euro vor.
Dabei geht es etwa um neue Maschinen, moderne Infrastruktur und effizientere Arbeitsabläufe. „Innovation und Wachstum gehen dabei Hand in Hand“, sagte Firmenchef Jens Bodo Koch.
Heckler & Koch fertigt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer. Neben Armeen sind auch Polizeibehörden wichtige Kunden. Zu den Wettbewerbern zählen Beretta aus Italien, Colt als Teil der tschechischen CZ-Gruppe, Haenel aus Thüringen und Sig Sauer aus den USA. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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