Produktionsverlagerung bei Heidelberger Druck in Wiesloch-Walldorf
- Heidelberger Druckmaschinen hat die Produktion seiner nach eigenen Angaben am meisten verkauften Druckmaschine vollständig nach China verlagert. (Archivbild)
- Foto: Uwe Anspach/dpa
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Wiesloch-Walldorf. Beim Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen stehen weitere Veränderungen an. Das Unternehmen will im laufenden Geschäftsjahr deutlich profitabler werden. Dafür setzt der Konzern auf ein Sparprogramm und verlagert Teile der Produktion in Länder mit niedrigeren Kosten.
Der Umsatz soll nach Unternehmensangaben im Geschäftsjahr 2026 auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Im vergangenen Jahr war der Erlös leicht um ein Prozent auf 2,29 Milliarden Euro gestiegen. Diese Zahlen hatte das Unternehmen bereits Mitte Mai vorgelegt und nun bestätigt.
Produktion teilweise ins Ausland verlagert
Um Kosten zu senken baut Heidelberger Druck seine Fertigung im Ausland aus. Die Produktion der meistverkauften Druckmaschine wurde vollständig nach China verlagert.
Zusätzlich entstand ein neuer Standort in Nordmazedonien. Dort sollen künftig einzelne Produktgruppen günstiger produziert werden.
Stellenabbau am Stammsitz läuft weiter
Parallel dazu läuft seit einiger Zeit ein Personalabbau an deutschen Standorten. Ziel sind geringere Personalkosten und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit.
Bereits im Jahr 2024 hatte der Konzern angekündigt am Hauptsitz in Wiesloch-Walldorf 450 von damals rund 4000 Stellen sozialverträglich abzubauen. Aktuell beschäftigt Heidelberger Druck dort nach eigenen Angaben rund 3800 Menschen. Weltweit arbeiten etwa 9100 Beschäftigte für den Maschinenbauer.
Neue Geschäfte auch im Rüstungsbereich
Das klassische Geschäft mit Druckmaschinen steht seit Jahren unter Druck. Grund ist die fortschreitende Digitalisierung.
Der Konzern baut deshalb neue Geschäftsfelder auf. Neben Ladeboxen für Elektroautos rückt nun auch der Rüstungsbereich stärker in den Fokus. Im März kündigte Heidelberger Druck ein Joint Venture mit dem US israelischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems an.
Das Gemeinschaftsunternehmen Onberg entwickelt Systeme zur Abwehr von Drohnen. Auf der Luft und Raumfahrtmesse ILA in Berlin soll in dieser Woche zudem eine Absichtserklärung für eine mögliche Zusammenarbeit mit einem ukrainischen Unternehmen im Drohnenbereich veröffentlicht werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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