Niedrigwasser am Rhein: Transporte geraten ins Stocken
- Das Niedrigwasser trifft alle Unternehmen der Binnenschifffahrt massiv, sagen Spediteure.
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Rheinland-Pfalz. Niedrigwasser am Rhein bremst Lieferketten und verteuert Transporte in der Region. Nach Einschätzung des Speditions- und Logistikverbands Hessen/Rheinland-Pfalz reicht das Aussetzen des Sonntagsfahrverbots für Lastwagen dafür kaum aus.
Der Verband spricht von einem Schritt mit nur begrenzter Wirkung. Geschäftsführer Thorsten Hölser verweist auf lange vernachlässigte Investitionen in die Infrastruktur. Als Beispiele nennt er die ausstehende Mittelrheinvertiefung, Probleme auf der Schiene und zu wenige Lkw-Parkplätze.
Nur ein kleiner Teil lässt sich auf die Straße verlagern
Ein Binnenschiff transportiert laut Verband so viel wie rund 150 Lastwagen. Entsprechend kann nur ein Teil der Fracht kurzfristig auf die Straße ausweichen. Auch die Bahn kann die fehlenden Kapazitäten nach Verbandsangaben nicht auffangen.
Hinzu kommt, dass Binnenschiffe Container und Schüttgüter befördern. Für Straße und Schiene werden dafür unterschiedliche Fahrzeugtypen gebraucht. Das erschwert eine schnelle Umstellung in der Transportkette zusätzlich.
Branche sieht mehrere Engpässe zugleich
Nach Angaben des Verbands hat der Straßengüterverkehr seine Kapazitäten in den vergangenen Monaten wegen der Wirtschaftskrise bereits reduziert. Dazu komme seit Jahren ein erheblicher Fahrermangel. Fahrer, die von Montag bis Freitag im Einsatz sind, müssen zudem Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten einhalten.
Das Niedrigwasser treffe deshalb die Unternehmen der Binnenschifffahrt massiv, so Hölser. Längere Lagerzeiten und knappe Umschlagkapazitäten machten eine kurzfristige Neuorganisation ganzer Transportketten nötig. Das erhöhe die Kosten für Speditionen und Industrie erheblich. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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