Neuer Campus in Bad Friedrichshall: Schwarz Digits will wachsen

Der Schwarz-Digits-Campus bei Heilbronn bietet Platz für mehrere Tausend Mitarbeiter. | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • Der Schwarz-Digits-Campus bei Heilbronn bietet Platz für mehrere Tausend Mitarbeiter.
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Bad Friedrichshall. Die Digitaltochter der Schwarz Gruppe baut ihre Angebote für Cloud und Cybersicherheit aus und setzt in Bad Friedrichshall auf deutliches Wachstum. Schwarz Digits rechnet nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren mit kräftigen Umsatzzuwächsen.

Bei der offiziellen Eröffnung des neuen Campus bei Heilbronn sagte Konzernchef Christian Müller, das Unternehmen sei „gekommen, um zu bleiben“. Konkrete Ziele nannte er nicht. Er verwies aber auf eine gut gefüllte Projektpipeline und auf die hohe Nachfrage rund um digitale Souveränität.

Cloud Geschäft wächst weiter

Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Schwarz Digits einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro. Das entsprach einem Plus von 16 Prozent. Treiber war vor allem das Cloud Geschäft.

Digitale Souveränität bedeutet, dass Unternehmen und Staaten selbst festlegen können, wo ihre Daten liegen und wer darauf zugreifen darf. Schwarz Digits will sich dabei als europäische Alternative zu großen US Anbietern wie AWS und Microsoft Azure positionieren. Das Unternehmen traut sich langfristig auch die Rolle eines „Hyperscalers“ zu.

Standort mit Platz für bis zu 5.500 Beschäftigte

Der neue Campus zeigt die Ambitionen der Sparte auch baulich. Fünf kleeblattförmige Gebäude bieten Platz für bis zu 5.500 Beschäftigte. Auf dem 15,5 Hektar großen Gelände wurden mehr als 3.000 Bäume und Sträucher gepflanzt. Fast die Hälfte der Fläche ist begrünt.

Zur Ausstattung gehören 3.500 Arbeitsplätze, Konferenz und Besprechungsräume, eine Kita mit 280 Plätzen, ein Fitnessstudio und ein großes Restaurant mit Kochroboter. Erweiterungsflächen sind bereits vorgesehen.

Von der internen IT zum externen Anbieter

Schwarz Digits ist eine von fünf Sparten der Schwarz Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören. Die IT Sparte startete einst als Dienstleister für die Handelsketten und bietet ihre Leistungen inzwischen auch externen Kunden an. Dazu zählen vor allem Cloud Dienste und Cybersicherheit. Zusätzlich entsteht derzeit ein milliardenschweres Rechenzentrum in Brandenburg. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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