Nach langer Flaute: Exportwirtschaft in Baden-Württemberg erholt sich
- Baden-Württemberg steigert die Exporte. (Symbolbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Baden-Württemberg. Mehr Waren aus dem Südwesten gehen wieder ins Ausland. Zu Beginn des Jahres hat die Wirtschaft im Land ihre Exporte spürbar gesteigert.
Von Januar bis März erreichten die Ausfuhren nach vorläufigen Zahlen rund 64,2 Milliarden Euro. Das sind 4,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum zuvor. Das teilte das Statistische Landesamt in Fellbach mit. Es ist bereits der dritte Anstieg in Folge nach neun Quartalen mit rückläufigen Werten.
Auch die Einfuhren legten zu. Importierte Waren hatten im ersten Quartal einen Wert von knapp 56,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 4,0 Prozent.
USA bleiben wichtigster Absatzmarkt
Trotz eines Rückgangs bleiben die Vereinigten Staaten der wichtigste Exportmarkt für Unternehmen aus Baden-Württemberg. Die Ausfuhren dorthin sanken jedoch im ersten Quartal um 7,2 Prozent auf rund 8,1 Milliarden Euro. Bereits seit dem Handelskonflikt im Jahr 2025 gehen die Exporte in die USA zurück.
Hinter den USA folgt inzwischen fast gleichauf die Schweiz. Die Lieferungen in das Nachbarland stiegen um mehr als ein Fünftel auf etwa 7,7 Milliarden Euro.
Weitere wichtige Absatzmärkte waren
- Frankreich mit 4,8 Milliarden Euro und einem Plus von 6,2 Prozent
- die Niederlande mit 4,2 Milliarden Euro und einem Plus von 3,5 Prozent
Starker Rückgang beim China-Geschäft
Deutlich stärker fiel der Einbruch im Handel mit China aus. Die Exporte in die Volksrepublik sanken um 22,3 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro. Damit rutschte China im Ranking der wichtigsten Abnehmerländer auf Platz acht ab.
Der Rückgang fällt im Verhältnis zum gesamten Exportwert deutlich stärker aus als beim US-Markt. Für viele Unternehmen im Südwesten verschieben sich damit erneut die wichtigsten Absatzmärkte. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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