Kritik aus Künzelsau: Würth vermisst Leistungsgedanken

Reinhold Würth: «Der Leistungsgedanke ist verloren gegangen» (Archivbild)  | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Künzelsau. Für die Debatte über Arbeit, Wohlstand und Sozialstaat in Deutschland setzt Unternehmer Reinhold Würth einen scharfen Akzent aus Künzelsau. Der 91-Jährige kritisiert eine aus seiner Sicht nachlassende Arbeitsmoral und sagt: „Der Leistungsgedanke ist verloren gegangen“.

Wie das Portal „The Pioneer“ am Montag mit einem Auszug aus einem Podcast-Gespräch mitteilte, sieht Würth einen Zusammenhang mit dem Wohlstand im Land. Deutschland sei eines der reichsten Länder der Welt. Es gehe den Menschen gut. Niemand müsse frieren oder hungern.

Würth verweist auf Wohlstand und Sozialausgaben

Nach den Worten des Unternehmers fließe etwa die Hälfte des Bundeshaushalts und wohl auch der Landeshaushalte in soziale Leistungen. Aus seiner Sicht müsse stärker ins Bewusstsein rücken, dass Wohlstand erarbeitet werde und nicht selbstverständlich sei.

Unternehmer aus Baden-Württemberg

Würth begann 1949 eine Lehre in der Schraubengroßhandlung seines Vaters. Nach dessen Tod übernahm er den Betrieb im Alter von 19 Jahren. In den folgenden Jahrzehnten baute er das Unternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg international aus. Die Firmengruppe ist vor allem für Produkte aus dem Montage- und Befestigungsbereich bekannt, darunter Schrauben und Dübel. Würth wurde damit zu einem der reichsten Deutschen und ist heute Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats des Familienunternehmens. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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