Klage in Baden-Württemberg: Kassenärztliche Vereinigung warnt vor Millionenverlust
- Die Kassenärztliche Vereinigung investiert und verliert wohl Millionen. (Symbolfoto)
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Stuttgart. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart rechnet mit Millionenverlusten aus Geschäften mit dem Immobilienfonds der Schweizer Gesellschaft Verius.
Zwischen 2019 und 2022 investierte die KVBW nach eigenen Angaben Mittel aus dem eigenen Verwaltungshaushalt in den Fonds. Der Börsenhandel des Fonds wurde im Dezember 2022 ausgesetzt. Seit 2025 hätten sich die Hinweise verdichtet, dass die Investition voraussichtlich größere Verluste mit sich bringen werde.
Wichtig ist für Versicherte und Praxen:
- Betroffen sind laut KVBW keine Beitragsgelder von Krankenversicherten
- Auch ärztliches Honorar sei nicht betroffen
- Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ soll die KVBW 50 Millionen Euro investiert haben
KVBW reicht Klage in Frankfurt ein
Die Vereinigung wirft dem Fondsanbieter nach bisherigen Erkenntnissen vor, Anleger über die Sicherheit und die aufsichtsrechtliche Zulässigkeit der Anlagen bewusst getäuscht zu haben. Deshalb hätten die KVBW und andere Anleger Ende 2025 beim Landgericht Frankfurt Klage auf Schadensersatz eingereicht. Die Behörde will den drohenden Verlust damit zumindest teilweise ausgleichen.
Anlage in der Negativzinsphase geprüft
Nach Angaben der KVBW erfolgte die Investition in der damaligen Negativzinsphase mit einer Garantieverzinsung von 1,25 Prozent. Vor dem Kauf sei die Zulässigkeit der Anlagen von zwei Prüfungsgesellschaften bestätigt worden. Auch bei späteren externen Prüfungen und Kontrollen durch die Innenrevision habe es keine Beanstandungen gegeben. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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