Investorenprozess bei Varta in Ellwangen: Abschluss geplant
- Der Varta-Insolvenzverwalter hofft auf eine Investorenlösung. (Archivbild)
- Foto: Jason Tschepljakow/dpa
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Ellwangen. Für rund 350 Beschäftigte des Varta-Werks in Nördlingen steht mit der geplanten Schließung der Verlust ihres Arbeitsplatzes fest. Gleichzeitig soll für die insolventen Gesellschaften des Batterieherstellers in den kommenden Monaten eine Investorenlösung gefunden werden.
Insolvenzverwalter Tobias Wahl von der Kanzlei Anchor erwartet weiterhin Interesse an den technologischen Kernkompetenzen von Varta. Ziel sei ein erfolgreicher Abschluss des Verkaufsprozesses in den nächsten Monaten. Ob Finanzinvestoren oder Industrieunternehmen zu den Interessenten gehören, blieb zunächst offen.
2.300 Beschäftigte in betroffenen Gesellschaften
Das Amtsgericht Stuttgart eröffnete am Donnerstag, 1. Oktober, die Insolvenzverfahren über vier Varta-Gesellschaften. Nach Angaben des Insolvenzverwalters arbeiten dort rund 2.300 Menschen. Der Geschäftsbetrieb habe während des vorläufigen Insolvenzverfahrens stabilisiert werden können. Das solle die Basis für eine Sanierung und eine langfristige Fortführung des Unternehmens bilden.
Varta hatte Mitte Juli für die Konzernmutter Varta AG und drei weitere Einheiten einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Der Bereich Haushaltsbatterien ist von den Verfahren nicht betroffen, da wichtige Geldgeber ihn aus dem Konzern herauslösen wollen.
Werk in Nördlingen wird geschlossen
Für die Varta Microbattery in Nördlingen bleibt es beim bereits Mitte Mai angekündigten Produktionsende. Auslöser ist laut Insolvenzverwalter der Wegfall des wichtigsten Kunden. Die Schließung soll wie geplant umgesetzt werden. Rund 350 Arbeitsplätze fallen dadurch weg. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |