Insolvenz bei Spedition in Sonnenbühl: 140 Jobs betroffen
- Lastwagen der Spedition Willi Betz stehen auf dem Gelände des Firmenhauptsitzes. (Archivbild)
- Foto: picture-alliance/ dpa
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Sonnenbühl. Für 140 Beschäftigte einer Spedition im Kreis Reutlingen beginnt eine Phase der Unsicherheit. Das Logistikunternehmen Betz International aus Sonnenbühl hat am Dienstag, 7. April, beim Amtsgericht Tübingen Insolvenz angemeldet.
Das Gericht bestellte den Rechtsanwalt Dirk Poff zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er soll prüfen, ob und wie der Betrieb fortgeführt werden kann.
Löhne zunächst gesichert
Die Einkommen der Beschäftigten sind vorerst abgesichert. Für die Monate März bis Mai übernimmt die Bundesagentur für Arbeit das sogenannte Insolvenzgeld.
Nach Angaben des Unternehmens läuft das operative Geschäft weiter. Laut einem Bericht des „Reutlinger Generalanzeiger“ sind derzeit 72 Fahrzeuge im Einsatz.
Interessenten für Fortführung gemeldet
Der vorläufige Insolvenzverwalter sieht erste Chancen für eine Lösung. „Wir prüfen, wie das Unternehmen weitergeführt werden kann. Ziel ist es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Es haben sich schon Interessenten gemeldet“, sagte Poff der „Bild“-Zeitung.
Schwieriger Markt für Logistikfirmen
Geschäftsführer Sven Hess zufolge reagiert der Insolvenzantrag auf mehrere Belastungen. Dazu zählen eine schwächere Konjunktur und stark gestiegene Kosten im Logistiksektor.
Nach einer Phase intensiver Bemühungen habe sich der Betrieb in dem schwierigen Marktumfeld nicht mehr stabilisieren lassen. Trotz der wirtschaftlichen Probleme gilt die Auftragslage laut Bericht weiterhin als gut. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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