Immobilienpreise in Stuttgart: Experte warnt vor Hürden
- Immobilien: Schwäbisch-Hall-Chef rechnet mit steigenden Preisen. (Symbolbild)
- Foto: Sven Hoppe/dpa
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Stuttgart. Der Traum vom eigenen Haus wird für viele Menschen in Deutschland schwieriger. Nach Einschätzung des Chefs der Bausparkasse Schwäbisch Hall, Mike Kammann, könnten steigende Preise und höhere Zinsen den Weg ins Eigenheim in den kommenden Jahren weiter erschweren.
„Die Erschwinglichkeit wird für die nächsten fünf Jahren eher etwas schwieriger sein“, sagte Kammann der Deutschen Presse Agentur in Stuttgart. Ein zentrales Problem sei, dass in Deutschland weiterhin zu wenig gebaut werde. Das habe gesellschaftliche Folgen. „Da platzen Lebensträume.“
Wer sich Eigentum noch leisten kann
Nach Ansicht des Bausparkassen Chefs haben bestimmte Gruppen aktuell bessere Chancen auf Wohneigentum.
- Menschen mit finanzieller Unterstützung durch Familie oder Erbe
- Haushalte mit hohem Einkommen
- Menschen, die früh mit Sparen begonnen haben
Viele Bauherren versuchten inzwischen, Kosten zu senken. Nach Beobachtung der Bausparkasse übernehmen sie wieder häufiger Arbeiten am Haus selbst. Gleichzeitig sparen manche Haushalte stärker im Alltag, etwa bei Urlaub oder Konsum.
Preise könnten weiter steigen
Für die kommenden Jahre rechnet Kammann mit moderat steigenden Immobilienpreisen von etwa zwei bis drei Prozent. Auch die Bauzinsen könnten leicht anziehen. Hintergrund seien unter anderem Inflationserwartungen.
Dem gegenüber stünden wirtschaftliche Unsicherheiten und begrenzte Einkommenszuwächse. Beim real verfügbaren Einkommen zeigte sich Kammann mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung eher pessimistisch.
Wohnungsbau in der Krise
Die aktuellen Zahlen zeigen die angespannte Lage am Markt. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland nur 206600 Wohnungen fertiggestellt. Das waren laut Statistischem Bundesamt 18 Prozent weniger als im Jahr zuvor und damit so wenige wie seit mehr als zehn Jahren nicht.
Besonders stark ging der Bau von Einfamilienhäusern zurück. Ihre Zahl sank um knapp ein Viertel auf 41800 neue Häuser.
Gleichzeitig sind die Preise wieder gestiegen. Wohnimmobilien verteuerten sich im Jahr 2025 laut Statistik um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2024. Es war der erste Preisanstieg nach drei Jahren mit teilweise sinkenden Preisen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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