IG Metall warnt in Baden-Württemberg vor Deindustrialisierung
- IG Metall Baden-Württemberg fordert Sofortprogramm. (Archivbild)
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Stuttgart. Die Industrie im Südwesten steht nach Einschätzung der Gewerkschaft IG Metall unter wachsendem Druck. Kurz vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Baden Württemberg fordert die Gewerkschaft ein umfangreiches Sofortprogramm, um eine schleichende Deindustrialisierung zu verhindern.
Die IG Metall Baden Württemberg verlangt von der künftigen Landesregierung ein industriepolitisches Maßnahmenpaket direkt nach der Regierungsbildung. Kernpunkt ist ein Zukunftsfonds von mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr. Das Geld soll vor allem mittelständische Industrieunternehmen unterstützen.
Bezirksleiterin Barbara Resch warnte vor einem Verlust industrieller Stärke. „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht Baden Württemberg schleichend an industrieller Substanz zu verlieren.“ Besonders zentrale Branchen wie die Automobilindustrie, Zulieferer und der Maschinenbau müssten gezielt gestärkt werden.
Nach Vorstellung der Gewerkschaft gehören dazu unter anderem:
- ein schneller Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
- verbindliche Ziele für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur
- eine Initiative zum Aufbau einer Batteriezellproduktion im Südwesten
Koalitionsverhandlungen vor Abschluss
Die Forderungen kommen in einer entscheidenden Phase der Regierungsbildung. Die Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen und CDU in Baden Württemberg gehen in die Schlussphase.
In den kommenden Tagen beraten die Parteispitzen über die Ergebnisse der Facharbeitsgruppen. Am Samstag, 2. Mai, sollen Parteigremien beider Seiten über die Resultate beraten. Der Koalitionsvertrag soll am Montag, 4. Mai, vorgestellt werden. Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten im Landtag ist für Mittwoch, 13. Mai, geplant. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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