Hybrid-Supersportwagen: Aston Martin Valhalla mit 1.079 PS
- Kompromissloser Rennwagen im Korsett der Straßenverkehrsordnung? Nein, dieser Aston Martin mutet an wie ein Gran Turismo, der mit enormen Leistungsreserven unterwegs ist. (zu dpa: «Aston Martin Valhalla: Götterdämmerung auf der linken Spur»)
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Hybrid-Supersportwagen. Der Aston Martin Valhalla zeigt, wie stark elektrische Technik die Leistung moderner Sportwagen steigern kann. Das neue Modell kombiniert einen V8‑Motor mit drei Elektromotoren und erreicht damit über 1.000 PS Systemleistung. Gleichzeitig markiert der Zweisitzer einen technischen Neuanfang für die britische Marke.
Nach rund sechs Jahren Entwicklung steht der auf 999 Exemplare limitierte Wagen nun bei Händlern. Der Preis liegt knapp unter einer Million Euro. Damit rückt Aston Martin in eine Leistungsklasse vor, die sonst vor allem Hypercars vorbehalten ist.
Der Valhalla ist dabei mehr als ein weiteres Luxusmodell. Er ist der erste Plug‑in‑Hybrid der Marke und zugleich der erste Serien‑Aston‑Martin mit Mittelmotor.
Hybridtechnik sorgt für über 1.000 PS
Im Zentrum steht ein 4,0‑Liter‑V8‑Biturbo von AMG. Anders als bei klassischen Aston‑Martin‑Modellen sitzt der Motor nicht vorne, sondern hinter den Insassen. Allein der Verbrenner leistet 535 Kilowatt beziehungsweise 728 PS.
Dazu kommen drei Elektromotoren. Zwei sitzen an der Vorderachse, ein weiterer im Doppelkupplungsgetriebe. Zusammen ergibt sich eine Systemleistung von 793 Kilowatt beziehungsweise 1.079 PS und ein maximales Drehmoment von rund 1.100 Newtonmetern. Damit gehört der Wagen zur Gruppe der sogenannten Hypercars.
Zu den technischen Premieren zählen außerdem ein Achtgang‑Doppelkupplungsgetriebe, eine elektrisch angetriebene Vorderachse und aktive Aerodynamik auch im Frontbereich. Eine kleine Batterie erlaubt kurze Strecken rein elektrisch. Die elektrische Reichweite liegt bei etwa zwölf Kilometern.
Elektromotoren verbessern Traktion und Fahrdynamik
Im Fahrbetrieb dienen die Elektromotoren weniger der Verbrauchsreduzierung als der Performance. Sie unterstützen beim Beschleunigen, verteilen die Kraft zwischen den Rädern und helfen bei der Stabilität in schnellen Kurven.
Auf der Rennstrecke kommt zusätzlich aktive Aerodynamik zum Einsatz. Versteckte Klappen im Bug und ein großer Heckflügel erzeugen bei hohem Tempo bis zu 600 Kilogramm Abtrieb. Dadurch bleibt der Wagen auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten stabil.
Der Sprint von null auf 100 km/h dauert rund 2,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 350 km/h.
Aston Martin Valhalla: Supersportler mit überraschend viel Komfort
Trotz der extremen Leistung fällt das Fahrverhalten vergleichsweise gelassen aus. Die Beschleunigung erfolgt sehr gleichmäßig und das Doppelkupplungsgetriebe arbeitet nahezu unmerklich.
Auch das Fahrwerk zeigt sich im Alltag weniger kompromisslos als bei manchen Rennstreckenfahrzeugen. Auf normalen Straßen federt der Wagen Unebenheiten vergleichsweise ruhig ab. Dadurch wirkt der Valhalla eher wie ein sehr leistungsstarker Gran Turismo als wie ein reiner Rennwagen.
Mit einem Grundpreis von 969.965 Euro bleibt er allerdings ein exklusives Sammlerstück. Die Produktion ist auf 999 Fahrzeuge begrenzt. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |