Hugo Boss unter Druck: Umsatz sinkt, Gewinn schrumpft deutlich
- Hugo Boss: Umsatz- und Ergebnisrückgang im zweiten Quartal. (Symbolbild)
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Metzingen. Für Beschäftigte, Anleger und den Handel ist die Lage bei Hugo Boss angespannt: Der Modekonzern aus Metzingen hat im zweiten Quartal weniger Umsatz und deutlich weniger Gewinn erzielt.
Grund dafür sind nach Unternehmensangaben vor allem die schwache Konsumstimmung in Europa und der laufende Konzernumbau. Konzernchef Daniel Grieder sieht zugleich Fortschritte bei der Restrukturierung. In dem schwierigen Marktumfeld will sich Hugo Boss stärker auf Profitabilität konzentrieren als auf Wachstum.
Umsatz und Ergebnis gehen deutlich zurück
Der Umsatz sank im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 905 Millionen Euro. Besonders in wichtigen Märkten wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich fiel die Nachfrage geringer aus.
Hinzu kamen Schließungen im eigenen Einzelhandel und weniger Fläche im Großhandel. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 28 Prozent auf 59 Millionen Euro. Unter dem Strich ging das Konzernergebnis um 32 Prozent auf 34 Millionen Euro zurück.
Übernahmeangebot von Frasers läuft noch bis Mittwoch, 13. August
Zusätzlich steht Hugo Boss mitten im Umbau vor einem Übernahmeangebot des Großaktionärs Frasers. Das Unternehmen hält den angebotenen Preis von 38 Euro je Aktie aber für zu niedrig. Das Angebot läuft noch bis Mittwoch, 13. August.
Frasers war Ende Juli nach Unternehmensangaben mit gut 38 Prozent direkt an Hugo Boss beteiligt. Grieder betonte die langjährige Partnerschaft und sprach von einer konstruktiven Beziehung. Frasers glaube an die Strategie von Hugo Boss und an das Management, sagte der Konzernchef. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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