Gewinnplus bei Mercedes in Stuttgart: China bremst Absatz

Mercedes-Benz: Gewinn im zweiten Quartal gestiegen. (Archivbild) | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Für Beschäftigte, Anleger und die Autoindustrie ist die neue Bilanz ein wichtiges Signal: Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal wieder mehr Gewinn erzielt. Der Stuttgarter Autobauer steigerte das Konzernergebnis von April bis Juni im Jahresvergleich um 13,5 Prozent auf rund 1,09 Milliarden Euro.

Der Umsatz sank zugleich um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg nach Unternehmensangaben um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Milliarden Euro.

Mercedes führte den Zuwachs unter anderem auf eine höhere Effizienz und bessere Produktivität zurück. Auch Maßnahmen aus dem Sparprogramm stützten das Ergebnis. Zusätzlich halfen die Bereiche Vans und Financial Services der schwächeren Pkw-Sparte.

China bleibt das größte Problem beim Absatz

Im zweiten Quartal verkaufte Mercedes rund 512.000 Pkw und Vans. Das waren sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Besonders stark fiel der Rückgang in China aus: Dort brach der Pkw-Absatz um 30 Prozent ein.

Nach dem ersten Halbjahr liegt das Konzernergebnis weiterhin unter dem Vorjahreswert. Es sank um 6,3 Prozent auf rund 2,52 Milliarden Euro. Beim Umsatz steht ein Minus von 4,1 Prozent. Das Ebit ging um 3,1 Prozent zurück.

Sparprogramm stützt die Zahlen

Für Mercedes sind die neuen Quartalszahlen auch deshalb bedeutsam, weil der Konzern zuletzt deutlich schwächere Jahre hinter sich hatte. 2025 war der Gewinn auf 5,3 Milliarden Euro gefallen, nach 10,4 Milliarden Euro im Jahr davor. Bereits 2024 hatte es einen spürbaren Rückgang gegeben.

Der Autobauer reagierte darauf mit einem Sparprogramm. Ende Juni verschärfte Mercedes den Kurs noch einmal und verschob eine tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Zugleich löste der Vorstand mit Aussagen zu den Arbeitskosten in Deutschland Proteste unter Beschäftigten aus. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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