Frasers baut Macht bei Hugo Boss aus: Grieder bleibt gelassen

Vorstandschef Daniel Grieder bleibt gelassen. (Archivbild) | Foto: Sven Hoppe/dpa
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Metzingen. Für Kunden von Hugo Boss sind durch den Machtzuwachs des Großaktionärs Frasers zunächst keine Änderungen angekündigt. Vorstandschef Daniel Grieder sieht die Strategie des Modekonzerns trotz der Beteiligung der britischen Handelskette nicht gefährdet.

„Es spielt keine Rolle, wie viel Prozente Frasers am Ende hat“, sagte Grieder der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Über die strategische Ausrichtung sei man sich grundsätzlich einig. Zugleich räumte der Manager ein, dass ein neuer Investor naturgemäß seine eigene Sicht einbringe.

Frasers hält knapp 48 Prozent

Die Frasers Group hat ihre Beteiligung an Hugo Boss im Zuge eines freiwilligen Übernahmeangebots auf knapp 48 Prozent ausgebaut. Das Angebot selbst wurde nicht erfolgreich abgeschlossen. Das Management von Hugo Boss hatte es nicht unterstützt.

Frasers will den Anteil weiter auf mehr als 50 Prozent erhöhen. Der britische Konzern hat nach Angaben Grieders bereits rund 1,5 Milliarden Euro in Hugo Boss investiert.

Kontrollgremium neu besetzt

Mehr Einfluss hat Frasers auch im Kontrollgremium von Hugo Boss. Michael Murray übernahm dort den Vorsitz. Er ist zugleich Vorstandschef der Frasers Group. Sein Vorgänger Stephan Sturm war zuvor auf Betreiben des Großaktionärs abgelöst worden.

Grieder geht davon aus, Vorstandschef von Hugo Boss zu bleiben. Er hatte seinen Vertrag Ende 2024 für weitere drei Jahre verlängert. Frasers gehört mehrheitlich dem britischen Milliardär Mike Ashley. Zu den bekanntesten Marken des Konzerns zählt die Sporthandelskette Sports Direct. Zudem hält Frasers unter anderem eine Beteiligung am Onlineshop Asos. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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