Filialen in Speyer und Mannheim auf Prüfstand: Galeria nennt Liste

Auch drei Galeria-Filialen in Köln befinden sich auf der Liste. | Foto: Oliver Berg/dpa
  • Auch drei Galeria-Filialen in Köln befinden sich auf der Liste.
  • Foto: Oliver Berg/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Mannheim / Speyer. Für Kunden in Mainz, Mannheim, Freiburg, Heilbronn, Offenburg, Singen, Bad Kreuznach, Koblenz und Speyer wächst die Unsicherheit: Galeria hat 33 Warenhäuser auf ihre Wirtschaftlichkeit gesetzt und nun die betroffenen Standorte genannt.

Nach Angaben des Unternehmens stehen die Filialen auf dem Prüfstand, weil unter anderem Mietbelastung und Ertragskraft nicht ausreichen könnten. Galeria will mit Vermietern über bessere Mietkonditionen und über Anpassungen bei den Flächen sprechen. Kommen keine tragfähigen Lösungen zustande, könnte die Fortführung einzelner Häuser gefährdet sein.

Diese Standorte im Südwesten sind betroffen

Aus dem Berichtsgebiet stehen diese Filialen auf der Liste:

  • Baden-Württemberg: Freiburg am Europaplatz, Heilbronn, Mannheim, Offenburg, Singen
  • Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer

Geschäftsführer Tilo Hellenbock sagte: „Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten.“ Wann konkrete Entscheidungen fallen, ließ Galeria offen. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche mit Vermietern bereits, bei anderen sollen sie nun starten.

Auch übrige Häuser werden überprüft

Galeria teilte mit, alle Warenhäuser müssten dauerhaft profitabel arbeiten. Weil es nach Unternehmensangaben an allen Filialen Optimierungspotenzial gibt, sollen auch an den übrigen 50 Standorten Gespräche mit Vermietern geführt werden. Parallel prüft der Konzern Umzüge in geeignetere Immobilien sowie Neueröffnungen.

160 Millionen Euro neue Kreditlinie

Zuletzt erhielt die angeschlagene Warenhauskette eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro. Das Geld kommt von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers und ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. Bereits im Juni war bekanntgeworden, dass rund 30 der 83 Filialen als gefährdet gelten.

Mit der neuen Finanzierung will Galeria unter anderem einen Kredit des Minderheitsgesellschafters Bain Capital ablösen und offene Mietzahlungen begleichen. Mehrere Vermieter hatten in den vergangenen Monaten beklagt, dass Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt worden seien. Galeria verwies auf Liquiditätsschwankungen und erklärte, Vermieter um Stundungen gebeten zu haben.

Der Konzern mit rund 12.000 Beschäftigten hatte Anfang 2024 zum dritten Mal binnen vier Jahren Insolvenz angemeldet. Als ein Grund galt die Schieflage des früheren Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden bereits neun Standorte geschlossen. Heute gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsgesellschaft des Unternehmers Bernd Beetz. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.