Filialen in Speyer und Mannheim auf Prüfstand: Galeria nennt Liste
- Auch drei Galeria-Filialen in Köln befinden sich auf der Liste.
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Mannheim / Speyer. Für Kunden in Mainz, Mannheim, Freiburg, Heilbronn, Offenburg, Singen, Bad Kreuznach, Koblenz und Speyer wächst die Unsicherheit: Galeria hat 33 Warenhäuser auf ihre Wirtschaftlichkeit gesetzt und nun die betroffenen Standorte genannt.
Nach Angaben des Unternehmens stehen die Filialen auf dem Prüfstand, weil unter anderem Mietbelastung und Ertragskraft nicht ausreichen könnten. Galeria will mit Vermietern über bessere Mietkonditionen und über Anpassungen bei den Flächen sprechen. Kommen keine tragfähigen Lösungen zustande, könnte die Fortführung einzelner Häuser gefährdet sein.
Diese Standorte im Südwesten sind betroffen
Aus dem Berichtsgebiet stehen diese Filialen auf der Liste:
- Baden-Württemberg: Freiburg am Europaplatz, Heilbronn, Mannheim, Offenburg, Singen
- Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer
Geschäftsführer Tilo Hellenbock sagte: „Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten.“ Wann konkrete Entscheidungen fallen, ließ Galeria offen. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche mit Vermietern bereits, bei anderen sollen sie nun starten.
Auch übrige Häuser werden überprüft
Galeria teilte mit, alle Warenhäuser müssten dauerhaft profitabel arbeiten. Weil es nach Unternehmensangaben an allen Filialen Optimierungspotenzial gibt, sollen auch an den übrigen 50 Standorten Gespräche mit Vermietern geführt werden. Parallel prüft der Konzern Umzüge in geeignetere Immobilien sowie Neueröffnungen.
160 Millionen Euro neue Kreditlinie
Zuletzt erhielt die angeschlagene Warenhauskette eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro. Das Geld kommt von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers und ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. Bereits im Juni war bekanntgeworden, dass rund 30 der 83 Filialen als gefährdet gelten.
Mit der neuen Finanzierung will Galeria unter anderem einen Kredit des Minderheitsgesellschafters Bain Capital ablösen und offene Mietzahlungen begleichen. Mehrere Vermieter hatten in den vergangenen Monaten beklagt, dass Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt worden seien. Galeria verwies auf Liquiditätsschwankungen und erklärte, Vermieter um Stundungen gebeten zu haben.
Der Konzern mit rund 12.000 Beschäftigten hatte Anfang 2024 zum dritten Mal binnen vier Jahren Insolvenz angemeldet. Als ein Grund galt die Schieflage des früheren Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden bereits neun Standorte geschlossen. Heute gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsgesellschaft des Unternehmers Bernd Beetz. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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