Ernteausfall am Bodensee: Hopfenbauern rechnen mit Minus
- Weniger Ertrag bei Hopfenernte in Tettnang. (Archivbild)
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Tettnang. Für die Hopfenbauern am Bodensee bedeutet die beginnende Ernte voraussichtlich weniger Ware und weniger Einnahmen: Im Anbaugebiet rund um Tettnang rechnen die knapp 120 Betriebe in diesem Jahr mit etwa 2.300 Tonnen Hopfen.
Das wären rund 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Damals waren etwas mehr als 2.700 Tonnen geerntet worden. Die Ernte hat bei ersten Landwirten begonnen und dauert voraussichtlich bis Mitte September.
Trockenheit und Hitze bremsen die Pflanzen
Als Hauptgründe nennt der Hopfenpflanzerverband Tettnang die trockene und heiße Witterung. „Wir erwarten eine recht schlechte Ernte", sagte Geschäftsführerin Teresa Locher. Bereits im Frühjahr und während des Längenwachstums sei es durchgehend sehr trocken gewesen.
Nach Angaben des Verbandes gab es in diesem Vegetationsjahr bislang besonders viele Hitzetage mit mehr als 30 Grad. Ab der Blüte habe der ausbleibende Niederschlag die Entwicklung und Abreife des Hopfens gehemmt. Für die Betriebe ist das wichtig, weil Menge und Qualität der Dolden die Erlöse direkt beeinflussen.
Tettnang ist zweitgrößtes Hopfengebiet Deutschlands
Das Gebiet rund um Tettnang im Bodenseekreis ist nach der Hallertau in Bayern das zweitgrößte Hopfenanbaugebiet in Deutschland. Die geringere Ernte dürfte die Einnahmen der Betriebe belasten.
Der Tettnanger Hopfen ist auch international gefragt. Nach Verbandsangaben werden rund 80 Prozent ins Ausland exportiert, vor allem in die USA und nach Asien. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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