Drohnenabwehr aus Stuttgart: Mercedes prüft Kooperation
- Mercedes möchte mit einem Drohnen-Start-up zusammenarbeiten. (Symbolbild)
- Foto: Johannes Neudecker/dpa
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Stuttgart. Neue Technik zur Abwehr feindlicher Drohnen könnte künftig auf Fahrzeugen von Mercedes-Benz aufgebaut werden. Der Autobauer aus Stuttgart prüft dazu eine Zusammenarbeit mit dem Drohnen-Start-up Tytan Technologies.
Beide Unternehmen unterzeichneten am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin eine Absichtserklärung. Ziel der möglichen Kooperation ist ein mobiles Drohnenabwehrsystem. Mercedes-Benz soll dafür vor allem die Trägerfahrzeuge liefern.
Geländewagen und Transporter als Plattform
Im Mittelpunkt steht ein Flugabwehrsystem mit dem Namen „Drone Defender“. Geplant ist ein fahrzeugbasiertes System zur Abwehr und zum Einsatz von Drohnen.
Als Plattform kommen laut den Unternehmen mehrere Fahrzeuge infrage.
- eine modifizierte G-Klasse als Basis für ein mobiles Drohnenabwehrsystem
- ein angepasster Sprinter als Träger für Drohnen und Ausrüstung
Die Bundeswehr nutzt bereits die technische Grundlage der G-Klasse für ihr Radfahrzeug „Wolf“. Details zu einem möglichen Zeitplan oder zur Höhe von Investitionen nannten die Unternehmen zunächst nicht.
Mercedes offen für stärkeres Rüstungsgeschäft
Konzernchef Ola Källenius hatte sich zuletzt grundsätzlich offen für eine stärkere Rolle des Autobauers im Verteidigungsbereich gezeigt. Voraussetzung sei jedoch, dass entsprechende Projekte wirtschaftlich sinnvoll seien.
Källenius verwies darauf, dass sich die sicherheitspolitische Lage verändert habe. Europa müsse sein Verteidigungsprofil stärken. Wenn Mercedes dabei eine konstruktive Rolle spielen könne, sei das Unternehmen dazu bereit. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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