Comeback in Zell: „Hahn und Henne“-Tassen wieder im Handel
- Die Erstproduktion beinhaltet die bekannten Tassen. (Archivbild)
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Zell am Harmersbach. Die bekannten „Hahn und Henne“-Tassen sind in Zell am Harmersbach wieder im Handel erhältlich. Nach der Insolvenz der Zeller Keramik Manufaktur Ende 2023 hat die Stadt die Markenrechte übernommen und einen neuen Produktionspartner gefunden.
Die Tassen mit dem traditionsreichen Dekor gelten als eng mit der Region verbunden. Nach Angaben der Stadt ist die Nachfrage zum Verkaufsstart gut angelaufen. Derzeit werden die Produkte in zehn Geschäften und Hotels in Zell verkauft.
Neuer Produktionspartner in Bayern
Die Fertigung übernimmt die Allgäuer Keramik Hans Rebstock GmbH in Sonthofen. Entscheidend war nach Angaben der Stadt, dass die Produktion weiterhin in Handarbeit und in Deutschland erfolgt. Ehemalige Fachkräfte der früheren Zeller Keramik unterstützten demnach die Einarbeitung vor Ort. Auch originale Farbbestände aus der alten Manufaktur wurden ins Allgäu gebracht.
Wie viel künftig nachproduziert wird, hängt laut Stadt von der Nachfrage ab. Ob später auch wieder Tassen mit Namensbeschriftung, Teller oder Kännchen angeboten werden, ist noch offen.
Tradition seit dem 19. Jahrhundert
Die Zeller Keramik Manufaktur wurde 1794 gegründet und zählte zu den ältesten Steingutherstellern Deutschlands. Das Dekor „Hahn und Henne“ wurde seit 1898 hergestellt und war über viele Jahre ein Markenzeichen der Manufaktur. Liebhaber der Serie gibt es nach Angaben der Stadt auch in den USA und in weiteren Ländern. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |