Bosch baut ab, Hensoldt stellt ein: Neue Jobs für Software- und Technik-Fachkräfte

Hensoldt: Entwicklungszentrum bei Stuttgart geplant. (Archivbild) | Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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Leinfelden-Echterdingen. Für Fachkräfte in der Region Stuttgart entstehen bei Hensoldt bis Ende 2027 rund 300 neue Stellen. Der Sensor- und Radarspezialist will dafür an einem Bosch-Standort in Leinfelden-Echterdingen freie Flächen in einem leerstehenden Gebäude anmieten, wie das Unternehmen aus Taufkirchen bei München mitteilte.

Im neuen Entwicklungszentrum soll es vor allem um Software-Architekturen für vernetzte und updatefähige Verteidigungssysteme gehen. Zudem will Hensoldt Entwicklungsprozesse weiterentwickeln, wie sie aus der Automobilindustrie seit Jahren bekannt sind.

Nach Unternehmensangaben können sich qualifizierte Bosch-Beschäftigte etwa aus den Bereichen Systementwicklung, Softwareentwicklung und Elektrotechnik auf die neuen Stellen bewerben. Die Flächen sollen bis Donnerstag, 31. Dezember bezogen werden. Bis Ende 2027 sollen dann alle rund 300 Stellen besetzt sein.

Hensoldt ist in Baden-Württemberg bereits an mehreren Standorten vertreten. Dazu zählen Ulm, Oberkochen, Immenstaad am Bodensee, Pforzheim und Aalen.

Kooperation mit Bosch in der Region

Bosch erklärte, das Unternehmen habe frühzeitig damit begonnen, den Strukturwandel in der Automobilindustrie aktiv zu gestalten. Ziel sei es, Kompetenzen in der Region zu halten und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg zu sichern.

Bosch verwies in diesem Zusammenhang auf Maßnahmen wie Qualifizierungsprogramme, interne und externe Vermittlungsinitiativen, Freiwilligenprogramme und Altersteilzeitregelungen.

Die wirtschaftliche Lage hatte Bosch im vergangenen Jahr stark belastet. Der Konzern sieht sich nach eigenen Angaben in vielen Bereichen nicht mehr als wettbewerbsfähig und spart deshalb an Personal und Strukturen. In der Zuliefersparte sollen in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen wegfallen. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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