Ausbau in Ludwigshafen: Bund stärkt Wasserstraße und Terminal
- Der Bundesverkehrsminister rechnet mit einem Wachstum des kombinierten Verkehrs.
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Ludwigshafen. Für Unternehmen und Lieferketten am Rhein bleibt Niedrigwasser bis voraussichtlich Mitte September ein Belastungsfaktor. In Ludwigshafen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger deshalb mehr Unterstützung für Wasserstraßen und den Ausbau von Fahrrinnen gefordert.
Bilger sagte zum Start der Modernisierung des Kombiverkehrsterminals im Norden des BASF-Stammwerks, die Wasserstraße verdiene Unterstützung. Sie sei der klimafreundlichste Verkehrsträger. Ein Ausbau des Rheins werde nach seinen Worten von allen Verkehrsministern der Bundesländer unterstützt. Vertiefungen und Ausbauten müssten verantwortungsbewusst und mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen erfolgen.
Für die Anlage in Ludwigshafen stellt der Bund 51 Millionen Euro Fördermittel bereit. Das Terminal gilt laut BASF als einer der wichtigsten und größten europäischen Umschlagplätze für den schienenseitigen kombinierten Verkehr. Täglich werden dort mehr als 1.100 Ladeeinheiten auf bis zu 25 Ganzzüge verladen. Angebunden ist die Anlage unter anderem an Italien, Spanien, Osteuropa und Skandinavien.
Warum der Ausbau für die Region wichtig ist
Bilger verwies darauf, dass bei anhaltendem Niedrigwasser Alternativen für Transport und Lieferketten nötig seien. Die Verlagerung von Güterverkehr auf Wasserstraße und Schiene sei ein wichtiges Ziel der Bundesregierung. Der kombinierte Verkehr spiele dabei eine zentrale Rolle.
Nach Angaben des Ministers entfallen dadurch pro Tag rund 17.000 Lkw-Fahrten auf Bundesfernstraßen. Innerhalb eines Jahres könnten so 3,4 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.
BASF sieht Ludwigshafen als wichtigen Logistikstandort
Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2000 wurden nach BASF-Angaben mehr als 7,5 Millionen Umschläge abgewickelt. Dadurch seien ebenso viele Lastwagentransporte auf langen Strecken vermieden worden. Rund 30 bis 40 Prozent der Mengen entfallen auf BASF-Produkte. Der übrige Teil steht externen Spediteuren und Verladern zur Verfügung. Damit ist das Terminal auch für die Region ein wichtiger Baustein im Güterverkehr.
BASF-Chef Markus Kamieth sprach von einem klaren Bekenntnis zum Standort Ludwigshafen. Robuste und flexible Transportketten seien ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Wenn Niedrigwasser einen Verkehrsweg einschränke, müssten Güter schnell und zuverlässig auf andere Verkehrsträger ausweichen können.
Niedrigwasser bremst einzelne Produktionen
Nach Angaben von Kamieth wurden einzelne Produktionen wegen der Niedrigwassersituation etwas zurückgefahren. Insgesamt sei BASF aber gut auf die Lage eingestellt. Signifikante Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis erwarte das Unternehmen nicht. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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