Absatzrückgang bei Porsche in Stuttgart: Hoffnung auf E‑Cayenne
- Absatz von Porsche geht zurück. (Archivbild)
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Stuttgart. Für Käufer von Sportwagen bleibt der Markt in Bewegung. Der Autobauer Porsche aus Stuttgart hat im ersten Quartal deutlich weniger Fahrzeuge verkauft. Hoffnung setzt das Unternehmen nun auf ein neues Elektromodell.
Von Januar bis März wurden weltweit 60.991 Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind 15 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gründe sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem die weiterhin schwierige Lage in China, schwächere Verkäufe in Nordamerika und Modellwechsel bei wichtigen Baureihen.
Porsche-Vertriebsvorstand Matthias Becker erklärte, der Absatz liege im Rahmen der Erwartungen. In den kommenden Monaten liege der Fokus auf der Markteinführung des vollelektrischen Cayenne. Die Auslieferung soll im Sommer beginnen.
Stärkster Rückgang in China
Besonders deutlich fiel das Minus auf dem chinesischen Markt aus. Dort sank der Absatz um 21 Prozent auf 7.519 Fahrzeuge. Hintergrund ist unter anderem die Immobilienkrise im Land. Wohlhabende Käufer halten sich derzeit stärker zurück. Gleichzeitig bleibt Porsche bei Preisnachlässen vergleichsweise zurückhaltend.
Auch in Nordamerika gingen die Verkäufe zurück. Dort wurden 18.344 Fahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Minus von elf Prozent.
In Europa ohne Deutschland fiel der Rückgang noch stärker aus. Hier brach der Absatz um 18 Prozent auf 14.710 Fahrzeuge ein. Auf dem Heimatmarkt Deutschland dagegen legten die Verkäufe um vier Prozent auf 7.778 Autos zu.
Cayenne bleibt wichtigstes Modell
Unter den Modellreihen blieb der Cayenne weltweit das meistverkaufte Fahrzeug. Der Absatz sank leicht um vier Prozent auf 19.183 Wagen. Ab Sommer soll schrittweise eine vollelektrische Variante eingeführt werden.
Der Sportwagen 911 entwickelte sich dagegen positiv. Die Auslieferungen stiegen um 22 Prozent auf 13.889 Fahrzeuge.
Macan besonders unter Druck
Deutlich schwächer lief es beim Macan. Insgesamt wurden 18.209 Fahrzeuge verkauft. Das sind 23 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.
Dabei entfielen 10.130 Fahrzeuge auf die Verbrenner-Version, die außerhalb der EU noch bis zum Sommer produziert wird. Die vollelektrische Variante kam auf 8.079 Fahrzeuge.
Als Gründe nennt Porsche den langsamen Hochlauf der Elektromobilität, den Modellwechsel beim Macan und den Wegfall von Steuervergünstigungen für Elektro- und Hybridautos in den USA.
Gewinne zuletzt stark gesunken
Für den Volkswagen-Konzern ist Porsche inzwischen weniger profitabel als früher. Im vergangenen Jahr sank der Gewinn nach Steuern deutlich auf 310 Millionen Euro. Im Jahr davor lag er noch bei fast 3,6 Milliarden Euro. Auch der Umsatz ging zurück und lag bei rund 36,3 Milliarden Euro.
Ein wichtiger Faktor war eine strategische Kurskorrektur beim Thema Elektromobilität. Die Nachfrage nach Elektroautos entwickelt sich in vielen Märkten langsamer als erwartet. Im Jahr 2025 waren rund 22 Prozent der verkauften Porsche Modelle reine Elektroautos. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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