200-Millionen-Ausbau bei Daimler Buses in Leinfelden
- Daimler-Buses-Chef Till Oberwörder (Archivbild). Das Unternehmen will das Servicenetz in Europa ausbauen.
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Leinfelden-Echterdingen. Mehr Service und neue Ladepunkte für Elektrobusse sollen Busunternehmen in Europa künftig verlässlicher arbeiten lassen. Dafür plant Daimler Buses hohe Investitionen. Der Hersteller kündigte am Standort Leinfelden-Echterdingen an, sein europäisches Servicenetz in den kommenden Jahren deutlich auszubauen.
Bis zu 200 Millionen Euro sollen in neue Standorte sowie in die Modernisierung bestehender Werkstätten fließen. Ziel ist ein dichteres Netz für Wartung und Reparaturen. Firmenchef Till Oberwörder betonte die Bedeutung schneller Hilfe im Alltag der Betreiber. „Der Bus ist ein Arbeitsmittel. Stillstand kostet.“
Mehr Service und neue Ladepunkte für E-Busse
Parallel baut Daimler Buses auch die Infrastruktur für elektrisch angetriebene Busse aus. Geplant sind Schnellladesäulen an stark frequentierten touristischen Zielen in Europa. Dazu zählen etwa Busparkplätze an Freizeitparks, historischen Anlagen oder in großen Städten. Erste Standorte sind in Köln und München vorgesehen.
Die Ladepunkte sollen unabhängig von der Busmarke genutzt werden können. Planung, Bau und Betrieb übernimmt eine Konzerntochter.
Zusätzlich will der Hersteller Ladeanlagen direkt auf Betriebshöfen von Busunternehmen errichten. Damit wird Daimler Buses zum Betreiber von Ladeparks in den Depots der Kunden. Für Wartung und Service der Technik entsteht ein eigenes Team. Der Start ist zunächst in Deutschland geplant. Danach soll das Angebot schrittweise auf weitere Länder in Europa ausgeweitet werden.
Elektrische Stadtbusse bietet das Unternehmen bereits seit 2018 an. Ab 2026 soll ein weiteres Modell für Überlandlinien und Ausflugsverkehr folgen. Bis zum Ende des Jahrzehnts plant der Hersteller auch elektrisch angetriebene Reisebusse.
Im vergangenen Jahr setzte die Bussparte von Daimler Truck rund 27.000 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von zwei Prozent. Weltweit arbeiten in diesem Bereich etwa 18.000 Menschen. Rund 8.000 davon in Deutschland. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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