Wiedersehen bei Eintracht Frankfurt: Atubolu trifft Freiburg

Gibt jetzt in Frankfurt die Kommandos: der gebürtige Freiburger Noah Atubolu. (Archivbild) | Foto: Florian Wiegand/dpa
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Frankfurt. Für Fans von Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg wird das Bundesliga-Spiel am Samstag, 19. September, zum besonderen Wiedersehen: Torhüter Noah Atubolu trifft nur wenige Wochen nach seinem Wechsel auf seinen früheren Verein.

Der Anstoß ist um 15.30 Uhr. Sportlich bringt die Partie zusätzliche Spannung, weil Freiburg stark in die Saison gestartet ist. Der SC hat in sechs Pflichtspielen bereits 22 Tore erzielt. Atubolu steht damit vor einer anspruchsvollen Aufgabe im Frankfurter Tor.

Transfer-Sommer mit Folgen

Atubolu war im Sommer vom SC Freiburg zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Der Weg dorthin verlief nach Angaben der Beteiligten schwierig. Der 24-Jährige hatte den Freiburgern seinen Wechselwunsch mitgeteilt. Der Sport-Club verpflichtete daraufhin Mio Backhaus von Werder Bremen als Nachfolger.

Zwischenzeitlich schien Atubolus Zukunft offen. Er trainierte weiter in Freiburg, gehörte aber nicht mehr fest zur sportlichen Planung. Am Ende einigten sich die Clubs auf eine Leihe mit Kaufpflicht im Sommer 2027. Insgesamt sollen gut 13 Millionen Euro fließen.

Freiburgs Sportvorstand spricht von „blauem Auge“

Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier beschrieb die Causa Atubolu als „schwierigen Prozess“. Er habe das „selten so erlebt“, sagte Saier bei Sky. Alle Beteiligten hätten „ein bisschen in den Abgrund geguckt“. Am Ende sei das Transfer-Dilemma noch „möglichst gut gelöst“ worden, habe aber „ein blaues Auge für alle Beteiligten“ hinterlassen.

Auch Atubolus Nachfolger Backhaus ordnete die kurze gemeinsame Zeit in Freiburg ein. Atubolu habe sich „total fair“ und „total professionell“ verhalten. Deshalb sei er ihm dankbar.

Atubolu kommt als Elfmeter-Spezialist

Für Frankfurt hat Atubolu zuletzt sportlich ein deutliches Zeichen gesetzt. Beim 3:1-Sieg beim FSV Mainz 05 am 12. September hielt er einen Strafstoß von Nadiem Amiri. Es war bereits sein sechster gehaltener Elfmeter in Serie in der Bundesliga.

Dazu kam am Donnerstag, 17. September, die Nominierung durch den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp für die anstehenden Nations-League-Partien der deutschen Nationalmannschaft. Für Atubolu folgen damit innerhalb weniger Tage mehrere besondere Stationen: Mainz-Sieg, DFB-Nominierung und nun das schnelle Wiedersehen mit Freiburg.

Atubolu selbst sagte über den Sommer, er habe „viel gelernt über dieses Beratergeschäft“ und darüber, wer als Freunde und Familie wirklich da sei. Am Samstag steht nun der sportliche Teil dieser Geschichte im Mittelpunkt. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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