Transfer-Poker um Heidenheim-Gegner: Tabakovic-Zukunft offen
- Haris Tabakovic (m) wurde gegen Heidenheim erst spät eingewechselt.
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Heidenheim. Beim Bundesliga-Duell mit dem 1. FC Heidenheim hat Stürmer Haris Tabakovic erneut für Gesprächsstoff gesorgt. Der Angreifer von Borussia Mönchengladbach traf zwar zuletzt regelmäßig. Seine Zukunft beim Verein ist dennoch ungeklärt.
Vier Tage nach dem Triumph der bosnischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Italien saß der 31-Jährige am Samstag beim 2.2 gegen Heidenheim zunächst auf der Ersatzbank. „Es war die Entscheidung des Trainers“, sagte Tabakovic nach der Partie. Der Angreifer ist nur bis zum Saisonende von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Eine Kaufoption gibt es nicht. Überraschend erklärte Tabakovic nach dem Spiel, dass derzeit auch keine Gespräche über seine Zukunft laufen.
„Mache mir keine Gedanken“
„Ich habe noch ein Jahr Vertrag in Hoffenheim“, sagte der Stürmer. Wenn es keine Gespräche gebe, müsse er sich darüber auch keine Gedanken machen. Für ihn gehe es darum, in den verbleibenden sechs Spielen der Saison Leistung zu zeigen. Noch am Dienstag hatte Tabakovic mit Bosnien einen emotionalen Abend erlebt. Sein Treffer im Spiel gegen Italien brachte die Entscheidung im Elfmeterschießen und damit den Qualifikations-Erfolg. Anschließend wurde der Sieg ausgiebig gefeiert. „Es war eine sehr lange Nacht. Wenn man so etwas erlebt, muss man das auch feiern. Das ist bislang das Highlight meiner Karriere“, sagte Tabakovic.
Mit der Einwechslung kam neuer Druck
Gegen Heidenheim kam der Stürmer erst in der 70. Minute ins Spiel. Zu diesem Zeitpunkt lag Gladbach mit 1.2 zurück. Danach erhöhte die Mannschaft den Druck deutlich. Kurz darauf erzielte Frank Honorat den Ausgleich zum 2.2-Endstand. Gladbachs Sportchef Rouven Schröder kennt den Markt für Mittelstürmer und sieht eine mögliche Verpflichtung als schwierig. „Haris hat elf Tore geschossen, gehört Hoffenheim und fährt zur WM. Es sucht doch jeder einen Mittelstürmer“, sagte er. Zudem spiele auch die sportliche Lage eine Rolle. Zunächst müsse der Verein den Klassenverbleib sichern. „Liga heißt gleichzeitig Budget“, erklärte Schröder. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |