Transfer-Check beim VfB Stuttgart: Wer jetzt Startelf-Chancen hat
- Sebastian Hoeneß hatte mehr Substanz für den Kader des VfB gefordert (Archivbild)
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VfB Stuttgart. Vor dem Pflichtspielstart rückt beim VfB die Frage in den Fokus, welche Neuzugänge schon jetzt eine wichtige Rolle spielen können. Der Fußball-Bundesligist aus Stuttgart bestreitet am Samstag, 15. August, um 17 Uhr beim FC Fulham den letzten Test dieser Sommer-Vorbereitung.
Sechs Tage später steht für die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß die erste Pflichtaufgabe an. Am Freitag, 21. August, tritt der VfB im DFB-Pokal bei Hansa Rostock an. Zum Bundesliga-Auftakt folgt eine Woche danach das Auswärtsspiel beim FC Bayern München.
Bislang hat Stuttgart vier Spieler verpflichtet. Besonders genau wird nun darauf geschaut, wer sofort helfen kann und wer eher für die nächsten Monate eingeplant ist.
Prömel drängt sich früh auf
Grischa Prömel kam ablösefrei von der TSG Hoffenheim und hinterließ in der Vorbereitung einen starken Eindruck. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler stammt aus Bad Cannstatt und wuchs im nahen Esslingen auf. Hoeneß lobte nach dem 3:1 gegen den FC Everton vor allem Präsenz, Laufstärke und sein Gespür für Räume.
Prömel hatte in der vergangenen Saison nach einem Kreuzbandriss lange gefehlt, sich in Hoffenheim aber wieder zu einem Leistungsträger entwickelt. Beim VfB erhöht er vor allem den Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld. Ein Startelf-Einsatz zum Pflichtspielauftakt wäre keine Überraschung.
Pejcinovic erweitert die Optionen im Angriff
Dzenan Pejcinovic soll die Offensive breiter machen. Medienberichten zufolge zahlte der VfB die vom VfL Wolfsburg geforderten 25 Millionen Euro. Damit hätte Hoeneß neben Deniz Undav und Ermedin Demirovic eine weitere Option für drei Wettbewerbe.
Der 21 Jahre alte U21-Nationalspieler bringe nach Einschätzung von Sportvorstand Fabian Wohlgemuth „alles mit, um sofort eine wertvolle Option in der Offensive zu sein“. Zugleich sehen die Stuttgarter bei ihm noch deutliches Entwicklungspotenzial.
Sauer ist eher ein Thema für die nächsten Wochen
Leo Sauer gilt mit 20 Jahren als Spieler mit Perspektive. Medienberichten zufolge überwies der VfB rund 13 Millionen Euro an Feyenoord Rotterdam. Aktuell wird der Flügelspieler aber noch von den Folgen einer Muskelverletzung gebremst.
Hoeneß schloss nahezu aus, dass der slowakische Nationalspieler zum Pflichtspielauftakt voll einsatzfähig ist. Für die Zeit danach bescheinigt der Trainer ihm jedoch hohe Qualität im Eins-gegen-eins, Tempo und Kopfballstärke. Sauer ist auf beiden Flügeln einsetzbar, bevorzugt aber die linke offensive Seite.
Funk rückt durch Seimens Ausfall nach vorn
Marius Funk war zunächst eher als Ergänzung eingeplant. Der 30 Jahre alte Torhüter kehrte vom FC Energie Cottbus zu seinem Jugendverein zurück und steht in der Hierarchie hinter Dennis Seimen und Fabian Bredlow.
Weil Seimen mit einer Oberschenkelverletzung voraussichtlich bis Ende September fehlt, dürfte Funk nun einen Platz auf der Ersatzbank einnehmen. Offen ist, ob der VfB noch einen weiteren Torhüter als Ersatz verpflichtet. Funk spielte bereits zwischen 2011 und 2016 in mehreren Nachwuchsteams der Stuttgarter. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |