Trainerfrage beim KSC: Entscheidung vor letztem Spieltag
- KSC-Boss Michael Becker will bis Saisonende den neuen Trainer präsentieren. (Archivbild)
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Karlsruhe. Beim Karlsruher SC soll die Entscheidung über den neuen Cheftrainer noch vor dem Saisonfinale fallen. Die Vereinsführung plant, den künftigen Coach idealerweise vor dem letzten Spieltag der 2. Bundesliga vorzustellen.
Geschäftsführer Michael Becker kündigte diesen Zeitplan in einem Interview mit der „Sport Bild“ an. „Wir wollen idealerweise vor dem letzten Spieltag unsere Entscheidung kommunizieren“, sagte der 41-Jährige. Der bisherige Trainer Christian Eichner verlässt den Verein im Sommer nach mehr als sechs Jahren.
Als möglicher Nachfolger wird seit Tagen Lukas Kwasniok gehandelt. Der Trainer arbeitete früher im Nachwuchs des Karlsruher SC und ist derzeit ohne Verein. Mitte März wurde er beim 1. FC Köln freigestellt. Becker bestätigte Gespräche mit mehreren Kandidaten, wollte aber keine Namen kommentieren. Am Sonntag, 3. Mai, bestreitet der Tabellenneunte aus Karlsruhe sein nächstes Zweitliga-Spiel beim SV Darmstadt 98. Sportlich geht es für den KSC im Saisonendspurt um wenig.
Aufstieg bleibt langfristiges Ziel
Der Verein verfolgt weiterhin das Ziel, innerhalb von drei bis fünf Jahren in die Bundesliga zurückzukehren. Becker betonte jedoch, dass der Club wirtschaftlich vorsichtig bleiben will. Zur Erinnerung an die schwierige Vergangenheit verwies der Geschäftsführer auf die finanzielle Lage im Jahr 2020. Damals lagen die Unterlagen für eine mögliche Insolvenz bereits bereit, bevor kurzfristig eine Einigung mit einem Hauptgläubiger zustande kam. Der Kurs des Vereins sei deshalb klar. Der KSC wolle gezielt in den sportlichen Bereich investieren, ohne die wirtschaftliche Stabilität zu gefährden. „Wir gehen nicht ins Casino, also ins unkalkulierbare Risiko“, sagte Becker.
Mit dem neuen Trainer soll dieser vorsichtige Aufbau sportlich fortgesetzt werden. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |