Trainer-Aus nach Heidenheim-Spiel: Union trennt sich von Baumgart

Schrieb Bundesliga-Geschichte: Linus Güther. | Foto: Harry Langer/dpa
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Heidenheim. Der 1. FC Heidenheim hat mit einem 3.1-Heimsieg gegen Union Berlin einen weiteren wichtigen Schritt im Abstiegskampf gemacht. Für die Berliner hatte die Niederlage jedoch direkte Folgen. Noch in der Nacht trennte sich der Club von Trainer Steffen Baumgart.

Die Partie brachte dennoch eine besondere Randnotiz der Bundesliga-Geschichte. Der erst 16 Jahre alte Linus Güther wurde in der 84. Minute eingewechselt und feierte damit sein Debüt für Union. Kurz danach sah das Offensivtalent die Gelbe Karte. Güther ist damit der zweitjüngste Spieler der Bundesliga-Historie. Nur der frühere Dortmunder Youssoufa Moukoko war bei seinem ersten Einsatz noch zwei Tage jünger.

Union-Kapitän Rani Khedira lobte den Nachwuchsspieler nach dem Spiel. „Er wirkt nicht wie ein 16-Jähriger. Er ist sehr reif und sehr mutig in seinem Auftreten.“ Auch Verteidiger Leopold Querfeld sprach von einem „großartigen Meilenstein“ für den Angreifer.

Union reagiert nach schwacher Rückrunde

Für Trainer Steffen Baumgart war das Spiel in Heidenheim das letzte an der Seitenlinie der Berliner. Der Verein gab kurz vor Mitternacht die Trennung vom 54-Jährigen bekannt. Auch die bisherigen Co-Trainer Danilo de Souza und Kevin McKenna müssen gehen.

Geschäftsführer Horst Heldt begründete die Entscheidung mit den sportlichen Ergebnissen. Die Rückrunde sei „absolut enttäuschend“. Zwei Siege aus 14 Spielen seit der Winterpause hätten nicht die nötige Überzeugung für eine Trendwende gegeben. Union steht als Tabellenelfter zwar noch sieben Punkte vor dem Relegationsplatz. Die sportliche Lage bleibe dennoch angespannt.

Historischer Schritt auf der Trainerbank

Bis zum Saisonende übernimmt U19-Trainerin Marie Louise Eta die Mannschaft. Die 34-Jährige wird damit zur ersten Cheftrainerin eines Männer-Bundesligisten.

Ganz neu ist die Rolle für sie nicht. Bereits zwischen November und Mai der vergangenen Saison arbeitete die gebürtige Dresdnerin als Co-Trainerin bei den Profis im Abstiegskampf.

Ihr Debüt als Cheftrainerin gibt Eta am Samstag, 18. April. Dann empfängt Union Berlin den VfL Wolfsburg in der Bundesliga. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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