SV Wehen Wiesbaden hadert nach Auswärtsspiel mit Einbruch
- Der SV Wehen Wiesbaden hat die Niederlage bei den Würzburger Kickers intern deutlich aufgearbeitet.
- Foto: Anouar Touir
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Fußball. Der SV Wehen Wiesbaden hat nach der 0:4-Niederlage bei den Würzburger Kickers vor allem den Verlauf nach dem ersten Gegentor kritisch eingeordnet. Das geht aus den Stimmen hervor, die der Verein nach dem Auswärtsspiel veröffentlicht hat.
Frühe Chancen, dann der Bruch
Vize-Kapitän Philipp Hercher sprach von einem guten Plan zu Beginn und zwei frühen Möglichkeiten. Nach dem 0:1 durch einen Freistoß sei vom SVWW jedoch zu wenig gekommen. Hercher nannte fehlende Aggressivität und mangelnde Effektivität als Gründe. Besonders deutlich wurde er beim Umgang mit dem Rückstand: Das erste Gegentor dürfe die Mannschaft nicht so aus der Bahn werfen, dass am Ende ein 0:4 stehe. Würzburg sei an diesem Tag der verdiente Sieger gewesen.
Trainer sieht Defizite in der Zweikampfführung
Cheftrainer Daniel Scherning bewertete den Start seiner Mannschaft ebenfalls positiv, verwies aber darauf, dass aus den Chancen das 1:0 hätte fallen müssen. Stattdessen habe der Freistoß zum Rückstand geführt. In der Folge habe die Mannschaft ihre Zuordnung gesucht und das 0:2 kassiert. Über mehr als 60 Minuten sei es bei Körperlichkeit und Durchsetzungsvermögen zu wenig gewesen. Würzburg habe seinem Team in diesen Bereichen den Schneid abgekauft. Nach zwei Spieltagen wollte Scherning zwar noch nicht von einem Fehlstart sprechen, sagte aber, dass man sich die ersten beiden Spiele und besonders die Leistung in Würzburg anders vorgestellt habe.
Würzburgs Trainer lobt Disziplin
Auf der Gegenseite sagte Würzburgs Coach Michael Schiele, seine Mannschaft sei zunächst schwer in die Partie gekommen und habe in der Anfangsphase zwei Chancen zugelassen. Ab etwa der zehnten Minute sei es dann ein gutes Spiel seiner Mannschaft gewesen. Er hob die Disziplin auf dem Platz, die Aggressivität gegen den Ball und das Auftreten gegen Widerstände hervor. Das 1:0 bezeichnete Schiele als Türöffner. In der zweiten Halbzeit habe Würzburg dann kaum noch etwas zugelassen und diszipliniert auf weitere Chancen gewartet.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |