SV Darmstadt hadert nach Auswärtsspiel mit Offensivproblemen

Der SV Darmstadt hatte in Dresden vor allem im letzten Drittel zu wenig Durchschlagskraft. | Foto: Anouar Touir
  • Der SV Darmstadt hatte in Dresden vor allem im letzten Drittel zu wenig Durchschlagskraft.
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Fußball. Der SV Darmstadt hat bei Dynamo Dresden mit 0:1 verloren. In einer über weite Strecken chancenarmen Partie entschied nach Vereinsangaben ein früher Fehlerverbund vor dem Gegentor die Begegnung.

Nach der Analyse von Torhüter Marcel Schuhen und Trainer Florian Kohfeldt wäre der Treffer vermeidbar gewesen. Zunächst misslang aus Darmstädter Sicht ein taktisches Foul, anschließend wurde das Zentrum geöffnet und ein Tiefenlauf nicht aufgenommen. Jonas Sterner erzielte so das einzige Tor des Tages.

Wenig Strafraumszenen auf beiden Seiten

Beide Mannschaften kamen nur selten zu klaren Abschlüssen. Das spiegelte sich laut Vereinsangaben auch in den xG-Werten wider: 0,64 für Dresden und 0,38 für Darmstadt. Kohfeldt bezeichnete den Sieg der Gastgeber deshalb als verdient.

Defensive über lange Zeit stabil

Die Darmstädter Abwehr ließ nach dem Rückstand zunächst nur wenig zu. Erst in der 87. Minute verzeichnete Dresden durch Jakob Lemmer wieder einen gefährlicheren Abschluss, den Schuhen an den Pfosten lenkte. Bereits kurz nach der Pause hatte Ben Bobzien zwar abgeschlossen, den Torhüter aber nicht ernsthaft geprüft. Trotz der Niederlage wertete Schuhen das Defensivverhalten als ordentlich.

Auffällig war dabei auch die personelle Besetzung. Mit Florian Kleinhansl und Christopher Lannert begannen zwei Neuzugänge auf den Außenverteidigerpositionen, zudem rückte Carlo Sickinger für den erkrankten Hiroki Akiyama ins zentrale Mittelfeld. Insgesamt standen in Dresden sechs Neuzugänge in der Startelf.

Probleme im letzten Drittel

Im Spiel nach vorne fehlte es dem SV Darmstadt erneut an Durchschlagskraft. Kohfeldt sprach von einer guten Raumaufteilung und davon, dass der Ball in gute Zonen komme. Die Abläufe im letzten Drittel seien aber noch nicht eingespielt genug. Nach vorn müsse es schneller und zwingender werden. Auch Christopher Lannert sagte, dass zwar Räume entstanden seien, diese aber besser genutzt werden müssten.

Die beste Darmstädter Chance hatte Milan Smit in der 68. Minute. Auch bei Standards gelang es den Gästen nicht, für mehr Gefahr zu sorgen.

Schwacher Beginn und Platzverweis als Knackpunkte

Vor allem die Anfangsphase bewertete Lannert kritisch. Das Pressing sei in den ersten 20 Minuten nicht gut gewesen, Dresden habe sich zu leicht befreien können, und auch das Gegentor sei in dieser Phase gefallen.

Zwischen der 55. und 70. Minute übernahm Darmstadt nach Vereinsangaben zeitweise die Kontrolle und drängte die Gastgeber in deren Hälfte. Diese Phase endete jedoch mit der Gelb-Roten Karte gegen Kai Klefisch. Seine erste Verwarnung erhielt der Mittelfeldspieler wegen einer lautstarken Beschwerde beim Schiedsrichter. Die zweite Gelbe Karte fiel nach einem Tackling, bei dem er laut Kohfeldt und Schuhen vor allem den Ball gespielt habe. Danach wurde es für Darmstadt noch schwerer, zu Torchancen zu kommen.

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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