SC Freiburg vor Frankfurt-Spiel: Schuster fordert Emotionen
- Der SC Freiburg reist am 19. September zum Bundesliga-Spiel nach Frankfurt.
- Foto: Anouar Touir
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Fußball. Der SC Freiburg tritt am 19. September am 4. Bundesliga-Spieltag bei Eintracht Frankfurt an. Vor der Partie verwies Trainer Julian Schuster auf die sportliche Ausgangslage seines Teams, mahnte aber zugleich die nötige Schärfe an.
Nach Angaben des Vereins steht der SC zum vierten Mal in seiner Historie an der Tabellenspitze der Bundesliga. Zehn eigene Treffer nach drei Bundesligaspielen bedeuten zudem einen Vereinsrekord. Schuster zitierte auf der Pressekonferenz einen Fan, der beim Training gesagt habe: „Mit neun Punkten steigt man ab.“ Der Trainer kommentierte: „Das fand ich smart.“
Frankfurt mit Stärken nach Ballgewinnen
Eintracht Frankfurt habe laut SC bislang viermal einen gegnerischen Ballverlust in ein Tor umgewandelt und damit häufiger als jedes andere Team der Liga. Schuster sagte über den Gegner: „Sie haben viele Qualitäten und sich über all die Jahre sehr gut entwickelt. Und sie haben einen Trainer, der sehr viel Souveränität ausstrahlt.“ Trainiert wird Frankfurt laut Vereinsangaben von Adi Hütter, der seit Juli wieder bei der Eintracht an der Seitenlinie steht.
Der Freiburger Trainer sieht vor allem die mentale Komponente als wichtig an. „Wir haben sehr an der Schärfe gearbeitet. Wer gestern zufällig am Trainingsplatz vorbeigefahren ist, hat gehört, dass es lauter geworden ist“, sagte Schuster. „Genau diese Emotionen brauchen wir.“
Wiedersehen mit früheren Freiburgern
Im Deutsche Bank Park wird der SC nach Vereinsangaben von 4.000 Fans begleitet. Dort kommt es auch zum Wiedersehen mit Ritsu Doan und Noah Atubolu. Atubolu war erst Ende August an die Eintracht verliehen worden. „Atu ist ein Freiburger Junge. Sein Weg ist total positiv. Ich freue mich darauf, ihn nach dem Spiel in den Arm zu nehmen“, sagte Schuster über den Torhüter, der beim Frankfurter Gastspiel in Mainz seinen sechsten Bundesliga-Elfmeter in Folge parierte.
Mehrere Freiburger für Nationalteams nominiert
Atubolu wurde nach Angaben des SC ebenso für die deutsche A-Nationalmannschaft berufen wie die Freiburger Derry Scherhant, Yannik Engelhardt, Max Rosenfelder und Philipp Treu. Jordy Makengo wurde erstmals für das Aufgebot der Demokratischen Republik Kongo nominiert. Schuster sagte dazu: „Diese individuellen Entwicklungen können nur passieren, wenn ich tagtäglich so gefordert werde, dass ich alles aus mir heraushole.“
Nach dem Spiel in Frankfurt steht für alle Spieler, die nicht für die Nationalmannschaften nominiert sind, eine dreiwöchige Pflichtspielpause an, in der in Woche eins durchgeatmet und in den beiden Folgewochen wieder inhaltlich gearbeitet werden soll.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |